Die Einführung der E-ID verzögert sich wegen KI
Die E-ID kommt nicht mehr im laufenden Jahr, sondern erst im ersten Halbjahr 2027. Das hat das Bundesamt für Justiz bekanntgegeben.

Das Wichtigste in Kürze
- Die E-ID kommt doch nicht im Jahr 2026.
- Es gibt eine Verzögerung bis ins erste Halbjahr 2027.
- Grund für die Verzögerung sind neuste Entwicklungen im Bereich von KI.
Die E-ID kommt nicht im laufenden Jahr, sondern erst später.
Der Grund für den neuen und offenen Zeitplan sind Weiterentwicklungen für den Datenschutz. Aber auch für die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer.
Bisher war von einer Lancierung der E-ID im zweiten Halbjahr 2026 die Rede gewesen. Der Sicherheitsaspekt sei höher zu gewichten als die Einführung zum ursprünglich genannten Zeitpunkt, so das Bundesamtes für Justiz (BJ).
Neueste Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) brächten zusätzliche Herausforderungen für das Erstellen einer elektronischen Identität (E-ID) mit sich. Die Sicherheit beim Online-Ausstellungsprozess der E-ID werde weiter erhöht.
Beispielsweise soll mit weiteren technischen Vorkehrungen das Einschleusen von Schadsoftware auf dem Endgerät erschwert werden. Ebenso will der Bund die Erkennung von Deepfakes stärken. Lösungsansätze würden derzeit in einer interdepartementalen Arbeitsgruppe weiter konsolidiert.
Das brauche jedoch zusätzliche Zeit, begründete das BJ die Verschiebung. Ein genaues Datum für die Einführung nannte es in seiner Mitteilung noch nicht. Unabhängig davon werde aber die Vertrauensinfrastruktur für die E-ID voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 in Betrieb gehen können.
Ab dann kann die Infrastruktur von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie Privaten genutzt werden, um elektronische Nachweise auszustellen. Einer davon ist der elektronische Führerausweis.










