Donald Trump

    Anruf bei Donald Trump: Parmelin dementiert «Kniefall»

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    90 Tage Strafzoll-Pause, ein (entscheidender?) Anruf der Bundespräsidentin und die abschätzige Bemerkung Donald Trumps: Bundesrat Guy Parmelin ordnet ein.

    Guy Parmelin US-Zölle
    Wirtschaftsminister Guy Parmelin nimmt während der Medienkonferenz vom 10. April 2025 Stellung zu den neusten Entwicklungen rund um die US-Zölle. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bundesrat Guy Parmelin nimmt Stellung zu den neusten Entwicklungen rund um die US-Zölle.
    • Die Schweiz habe keinen Kniefall begangen.
    • Er würdigt den Anruf von Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter bei Donald Trump.

    Die Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter hat wegen den US-Strafzöllen mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Dieser hat später alle Zölle – ausser für China – auf zehn Prozent zurückgenommen. Aber auch seiner Genugtuung Ausdruck verliehen, angesichts der vielen Anrufe aus aller Welt: «Sie küssen mir den Ar***», freute sich Trump.

    Bundesrat Parmelin relativiert: Kein Kniefall

    Am Rande einer Medienkonferenz hat Wirtschaftsminister Guy Parmelin Stellung genommen zu den Ereignissen der letzten Stunden. Ohne den vulgären Ausdruck zu wiederholen: Hat die Schweiz, beziehungsweise die Bundespräsidentin, einen Kniefall vor den USA vollzogen?

    Karin Keller-Sutter
    Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter hat rund eine halbe Stunde mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. - keystone

    «Nein», hält Parmelin fest. Um doch noch anzufügen: «In der Schweiz haben wir die Gewohnheit, auf den Mund oder auf die Wange zu küssen.»

    Beim Anruf von Keller-Sutter sei es darum gegangen, die 31 Prozent Zölle zu verstehen. «Die Bundespräsidentin hat das sehr gut gesagt: Es ist schon fast eine Diskriminierung gegenüber anderen Staaten.»

    Parmelin erinnert an die Investitionen der Schweiz in den USA, nicht nur im Hightech-Segment. «Wir schaffen Arbeitsplätze, bilden Leute aus, in allen US-Bundesstaaten.»

    Hat Keller-Sutter Trump einknicken lassen?

    Gemäss der «Washington Post» hat der Anruf von Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter entscheidend zu Donald Trumps Gesinnungswechsel beigetragen. Bundesrat Parmelin mag das nicht definitiv bestätigen, aber: «Was die Washington Post schreibt, wird von uns geschätzt.»

    Donald Trump telefoniert
    US-Präsident Donald Trump hat in den letzten Tagen mit zahlreichen Staatschefs telefoniert. (Archivbild) - keystone

    Keller-Sutters Anruf sei Teil des Ganzen, aller möglichen Kontakte, die man mit den USA habe – auch er selbst. «Der Anruf hat uns erlaubt, klarzustellen, dass es für die Schweizer Wirtschaft wichtig ist, positive Signale zu haben.» Dies löse Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen aus.

    Parmelin begrüsst 90 Tage Zoll-Pause – mit Vorbehalten

    Löst die Aussetzung der Strafzölle für 90 Tage eher Erleichterung oder Sorgen für die Tage danach aus? Parmelin reagiert differenziert: «Das ist eine Frage wie ob das Glas halb voll oder halb leer ist.»

    Der Bundesrat begrüsse die Reduzierung der Strafzölle auf 10 Prozent. Auch dies werde aber immer noch Unsicherheiten verursachen. «Solange es noch Strafzölle für einzelne Länder gibt, kann das immer noch die Konjunktur beeinflussen», mahnt der Wirtschaftsminister. Diese «neue Politik» der Trump-Regierung habe einen destabilisierenden Effekt auf globalem Niveau.

    Kommentare

    User #5354 (nicht angemeldet)

    Ein Glück nur, dass im Moment nicht die LINGGEN die Wirtschaft die Finanzen und das Präsidium im Bundesrat haben..

    User #4088 (nicht angemeldet)

    Wahr es doch die Schleimmspur läuft grad in meine Wohnung Herr Parmalat !!!

    Weiterlesen

    trump zölle
    242 Interaktionen
    Wegen Handelskrieg
    Guy Parmelin EU-Abkommen
    80 Interaktionen
    Rückwirkend per 1.1.
    Trump
    282 Interaktionen
    Handelskrieg

    MEHR DONALD TRUMP

    Donald Trump Midterms
    293 Interaktionen
    Steile These
    trump
    51 Interaktionen
    Journalisten raus
    Donald Trump
    51 Interaktionen
    Schon wieder Panne!
    Katie Zacharia
    216 Interaktionen
    Nach fünf Tagen

    MEHR AUS STADT BERN

    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    6 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin
    16 Interaktionen
    Bern
    YB FCZ
    44 Interaktionen
    3:5 gegen FCZ