Bundesrat

    Bundesrat heisst EU-Programmabkommen gut

    Matthias Bärlocher
    Matthias Bärlocher

    Bern,

    Bildungsminister Guy Parmelin soll das EU-Programmabkommen unterzeichnen, hat der Bundesrat beschlossen. Es wäre damit rückwirkend per 1. Januar 2025 gültig.

    Medienkonferenz mit Bundesrat Guy Parmelin und Martina Hirayama, Direktorin Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), zur Unterzeichnung des EU-Programmabkommens.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Bundesrat hat ein erstes EU-Abkommen gutgeheissen.
    • Bundesrat Parmelin soll das EU-Programmabkommen unterzeichnen.
    • Es deckt die Bereiche Bildung, Forschung, Innovation und Gesundheit ab.

    Der Bundesrat heisst das EU-Programmabkommen (EUPA) und die dazugehörigen Protokolle gut. Er ermächtigt Bundesrat Guy Parmelin, diese Abkommen zu unterzeichnen. Das erste Abkommen im Rahmen des EU-Verhandlungspakets deckt die Bereiche Bildung, Forschung, Innovation und Gesundheit ab. Chefunterhändler Patric Franzen hat es letzte Woche bereits paraphiert, das heisst vorläufig unterzeichnet.

    Schweiz soll wieder an EU-Programmen teilnehmen

    Mit der Unterzeichnung durch Parmelin werde eine rückwirkende Assoziierung per 1. Januar 2025 möglich, schreibt der Bundesrat. Damit kann die Schweiz wieder an diversen EU-Programmen teilnehmen: Horizon Europe, Euratom, ITER, Digital Europe, Erasmus+ und EU4Health.

    Patric Franzen EU
    Chefunterhändler Patric Franzen schüttelt die Hand von Ursula von der Leyen. (Archivbild) - keystone

    Für eine mögliche künftige Teilnahme an anderen EU-Programmen sei damit der Grundstein gelegt. Inkrafttreten werde das EUPA mit der Ratifizierung, es kann aber bereits vorläufig angewendet werden. Es wird aber – wie der Rest des EU-Pakets – noch in die Vernehmlassung und die parlamentarische Beratung geschickt.

    Finanzierung für Forschung geregelt

    Die Schweiz werde ihren Pflichtbeitrag für die Teilnahme an den Programmen für das Jahr 2025 an die EU überweisen. Im Gegenzug erhalten Forschende und Innovatoren im Rahmen dieser Programme ihre Projektkosten von der Europäischen Kommission finanziert.

    Soll die Schweiz wieder bei Erasmus+ mitmachen?

    Die vorläufige Anwendung des EUPA soll längstens bis Ende 2028 dauern. Bis dann soll das Abkommen auch angewendet werden für den Fall, dass Parlament oder Stimmvolk es doch noch ablehnen sollten. Ab 2027 soll eine Beteiligung der Schweiz am Studentenaustauschprogramm Erasmus+ möglich sein. Die Schweiz war vor zehn Jahren zum «Partnerland» degradiert worden: Wegen der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative hatte die Schweiz das Personenfreizügigkeitsabkommen mit Kroatien nicht unterzeichnet.

    Im Mai soll in Bern die Paraphierung der restlichen Elemente des EU-Pakets stattfinden. Noch vor dem Sommer soll dann die Vernehmlassung dazu eröffnet werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #709 (nicht angemeldet)

    Dann sollte er lieber sofort zurücktreten, sobald er keine andere Lösung hat, als sich am Titanic fest anbinden

    User #1542 (nicht angemeldet)

    Warum so etwas unterschreiben: "Das erste Abkommen im Rahmen des EU-Verhandlungspakets deckt die Bereiche Bildung, Forschung, Innovation und Gesundheit ab". Mit den genannten Bereichen ist es in der EU ja nicht wirklich weit her: Bildung immer schlechter, geforscht wird primär in den USA und China, Innovation ist ein Fremdwort und die Gesundheit ein Desaster

    Weiterlesen

    Patric Franzen EU
    204 Interaktionen
    Brüssel
    Horizon Europe
    26 Interaktionen
    «Horizon Europe»
    erasmus plus
    10 Interaktionen
    EU-Austauschprogramm
    Quickline
    13 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR BUNDESRAT

    cassis
    43 Interaktionen
    Pjöngjang
    Alain Berset
    31 Interaktionen
    Bern
    luftabwehr
    19 Interaktionen
    Bern
    bundeshaus
    13 Interaktionen
    Bern

    MEHR AUS STADT BERN

    Futsal
    4 Interaktionen
    LIVE-Stream
    YB
    9 Interaktionen
    Am Sonntag
    Werner Salzmann Bundesrat Schnegg
    19 Interaktionen
    SVP-Salzmann
    Event-Highlights Kanton Bern
    2 Interaktionen
    Zibelemärit und mehr