Ruhrfestspiele sollen trotz Corona stattfinden

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    «Utopie und Unruhe» lautet das Motto dieses Jahr. Drei verschiedene Szenarien kann sich der Intendant der Spiele vorstellen, ja nach aktueller Pandemielage.

    Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele Recklinghausen, plant dieses Jahr Live-Aufführungen, hat aber notfalls auch Alternativen vorbereitet. Foto: Caroline Seidel/dpa
    Olaf Kröck, Intendant der Ruhrfestspiele Recklinghausen, plant dieses Jahr Live-Aufführungen, hat aber notfalls auch Alternativen vorbereitet. Foto: Caroline Seidel/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Trotz Corona sollen die 75.

    Ruhrfestspiele in diesem Jahr vom 1. Mai bis zum 20. Juni stattfinden.

    Derzeit würden drei Festival-Szenarien geplant, sagte Intendant Olaf Kröck am Donnerstag in Recklinghausen. So könnten ausser einem Live-Festival auch Varianten in rein digitaler Form oder als Mischform stattfinden.

    Das Festival steht unter dem Motto «Utopie und Unruhe». 90 Produktionen sollen dabei in rund 210 Veranstaltungen zur Aufführung kommen. Dazu zählen zwei Uraufführungen, sieben Deutschlandpremieren, eine Premiere und eine Eigenproduktion in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen. Die Ruhrfestspiele wollen dabei elf Spielstätten nutzen, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Standen vor Corona insgesamt rund 70 000 Karten zur Verfügung, sind es diesmal wegen der Einhaltung von Mindestabständen nur bis zu 28 000, sagte Kröck. Der Kartenvorverkauf soll am 19. April beginnen.

    Zum 75-jährigen Bestehen ist eine Fotoausstellung geplant, die das Publikum der Ruhrfestspiele ins Zentrum stellt. Neben Archivbildern sollen dabei auch von Bürgerinnen und Bürgern gemachte Schnappschüsse gezeigt werden. Eröffnung ist am 1. Mai. Das traditionelle Kulturvolksfest rund um das Festspielhaus an diesem Tag entfällt allerdings coronabedingt. Im vergangenen Jahr waren die Ruhrfestspiele wegen der Pandemie komplett abgesagt worden.

    Offiziell eröffnet werden sollen die Festspiele 2021 mit der Deutschlandpremiere von «Die Seidentrommel. Ein modernes Nō-Spiel», (Regie und Choreografie: Kaori Ito und Yoshi Oida). Kröck sprach von einer «feinen, fast stillen Arbeit», die «wie ein Windhauch» sei. Die Festrede hält die Dramatikerin Enis Maci.

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