Armut

Neue Zahlen zeigen: Immer mehr riskieren wegen teuren Mieten Armut

Keystone-SDA
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Zürich,

Viele zahlen über 30 Prozent ihres Einkommens fürs Wohnen. Für einen Teil wird die Miete sogar zur Armutsfalle.

Mietzins
Die Belastung durch Wohnkosten nimmt in der Schweiz weiter zu. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Steigende Mieten belasten laut Mieterverband Haushalte in der ganzen Schweiz.
  • Fast 40 Prozent zahlen über 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete.
  • Rund jede zwanzigste Person gibt sogar mehr als die Hälfte dafür aus.

Steigende Mieten belasten in der Schweiz zahlreiche Haushalte stark. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist inzwischen nach Angaben des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz (MVS) in urbanen und ländlichen Regionen und in allen Sprachregionen angespannt.

Fast 40 Prozent der 34'441 Befragten haben bei einer Wohnumfrage des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz angegeben, mehr als 30 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Miete auszugeben.

Das sei mehr als der Dachverband Budgetberatung Schweiz empfehle und bedeute für viele ein Armutsrisiko, teilte der MVS am Dienstag mit.

Rund jede zwanzigste Person zahle sogar mehr als die Hälfte ihres Haushaltseinkommens für Wohnkosten. Diese angespannte Lage gilt laut dem MVS inzwischen in der ganzen Schweiz.

Konflikte mit Vermietern sind weit verbreitet

Rund 70 Prozent der Befragten berichteten zudem über Probleme mit ihrer Vermieterschaft. Die meisten Mieterinnen und Mieter würden sich aber aus Sorge vor einem belasteten Verhältnis nicht wehren, so der MVS weiter.

Drei Viertel der Befragten sind im Moment nicht auf Wohnungssuche. Doch mehr als zwei Drittel empfand die letzte Wohnungssuche als schwierig.

Hast du Angst, dass deine Miete ansteigt?

Die Unterschiede zwischen den Sprachregionen, Raumtypen und Kantonen sind gering. Gemäss den Angaben der Befragten ist die Wohnungssuche in den Kantonen Genf und Tessin am schwierigsten.

Angst vor Kündigung wächst

Knapp ein Viertel der Befragten gab an, sich vor einer Kündigung durch die Vermieterschaft innerhalb der nächsten zwei Jahr zu fürchten. Der am häufigsten genannte Grund war die Sanierung der Liegenschaft.

Lediglich ein Drittel der Befragten gab an, keine Probleme mit der Vermieterschaft zu haben. Am häufigsten genannt wurden Probleme bei Reparaturen und Unterhalt sowie bei Mängeln am Mietobjekt.

Die Umfrage im Auftrag des MVS wurde vom Meinungsforschungsinstitut Sotomo zwischen dem 21. Januar und dem 3. März durchgeführt.

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Kommentare

User #5628 (nicht angemeldet)

Es gibt immer noch viele Waehler die ihre hoffnung in der Politik oder dem Staat sehen und suchen? Das ist meiner Meinung nach echte Satire? :-))

User #1880 (nicht angemeldet)

Die Sugus Blöcke haben wie vorausgesagt die Investoren abgeschreckt Mietwohnungen zu bauen. Danke an Links.

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