Rede mit Charme: Charles lobt deutsch-britische Beziehung

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Grossbritannien,

Beim Bankett für den deutschen Bundespräsidenten Steinmeier lobt King Charles die deutsch-britische Beziehung – und nimmt die Sprache auf die Schippe.

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King Charles hält eine Rede, Frank-Walter Steinmeier hört interessiert und unterhalten zu. - keystone

In einer Ansprache mit viel britischem Charme und Humor hat König Charles III. zu noch engeren Beziehungen zwischen Deutschland und Grossbritannien aufgerufen. Der britische Monarch spannte in seiner teils auf Deutsch vorgetragenen Rede beim Bankett zum Staatsbesuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen Bogen vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart – und sparte dabei nicht mit Lob und kleinen Seitenhieben.

Charles spielte etwa auf den aus britischer Sicht wenig ausgeprägten deutschen Humor an, fügte aber gleich hinzu: «Seien Sie versichert, Herr Bundespräsident, wenn es um britischen Humor geht, verstehen wir keinen Spass.» Zur Verwandtschaft der beiden Sprachen sagte er, sie teilten tiefe gemeinsame Wurzeln, klängen nun aber etwas verschieden. Dann nahm er den Hang des Deutschen zu langen Wörtern auf die Schippe.

Charles: Deutschland und Grossbritannien teilen gemeinsame Vision

Charles erinnerte aber auch an die Folgen der beiden Weltkriege, in denen sich Grossbritannien und Deutschland als Gegner gegenüberstanden. «Wir haben natürlich dunkelste Zeiten durchlebt und die furchtbarsten Konsequenzen von Konflikt.» Die Anerkennung des damaligen Leids habe aber womöglich die Basis für eine umso ehrlichere und stärkere Freundschaft gebildet.

Heute teilten die beiden Länder gemeinsame Werte und seien geeint durch eine gemeinsame Vision für die moderne Welt, die im deutsch-britischen Freundschaftsvertrag ihren Niederschlag gefunden habe, fuhr der König fort. «Wir stehen an der Spitze einer globalen Transformation, der Suche nach einer Art zu leben, die zugleich von Wohlstand, Humanität und Nachhaltigkeit geprägt ist», so der umweltbewusste Monarch.

Steinmeier: Charles engagiert sich für Stärkung der Demokratie

Bundespräsident Steinmeier lobte Charles als jemanden, der sich «lebenslang für die Stärkung der Demokratie und der Verständigung» engagiert habe. Den Fall der Berliner Mauer bezeichnete der König als «entscheidenden Moment in der Geschichte der Menschheit». Doch der politische, soziale und technologische Wandel, der danach gekommen sei, habe «unsere Werte auf den Prüfstand gestellt».

Grossbritannien und Deutschland seien aber im festen Glauben an die Demokratie, den Frieden und den Rechtsstaat vereint. Die beiden Länder sollten der Zukunft gemeinsam mit Ehrlichkeit und in tiefer Freundschaft gemeinsam begegnen, forderte der König.

Kommentare

User #3597 (nicht angemeldet)

Das wird Erzengel Steinmeier gefreut haben, endlich Anerkennung und Ehre, die er durchaus für angemessen hält, zu bekommen.

User #5779 (nicht angemeldet)

Ob Steinmeier den Gesundheitstest wie Trump besteht, ist mehr als fragwürdig.

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