Queen Elizabeth glaubte Vorwürfe gegen Lieblingssohn Andrew nicht
Zu den Skandalen ihres Lieblingssohnes Andrew schwieg Queen Elizabeth bis zuletzt. Die schweren Vorwürfe bereiteten der Monarchin grosse Sorgen, heisst es.

Das Wichtigste in Kürze
- Der öffentliche Druck auf Andrew machte auch Queen Elizabeth zu schaffen.
- Ein Royal-Historiker spricht jetzt von «erheblichen Sorgen» im Zuge seiner Skandale.
- Die Queen selbst äusserte sich nicht öffentlich zu den Vorwürfen gegen ihren Sohn.
Die Skandal-Akte von Ex-Prinz Andrew (66) gilt seit Jahren als Dauer-Aufreger-Thema mit internationalem Ausmass. Seine frühere Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) rückte ihn schon vor vielen Jahren in schlechtes Licht. Damals wie auch später fuhr der Palast dieselbe Strategie: Schweigen, wenn die Lage ernst ist.
Nach der ersten Enthüllungswelle Ende 2010 wurde der öffentliche Druck auf Andrew immer grösser. Seine Rolle als britischer Handelsbeauftragter gab er kurz darauf ab. 2019 verschärfte Epsteins Verhaftung die Kritik gegen den früheren Herzog von York erneut massiv.
Zentraler Diskussionspunkt war der Vorwurf, wonach Andrew Sex mit einer Minderjährigen gehabt haben soll. Die mittlerweile verstorbene Virginia Giuffre (†2025) warf dem Ex-Prinzen vor, sie missbraucht zu haben.
Andrew selbst stritt jegliches Fehlverhalten ab, behauptete, die Frau nicht zu kennen – obwohl es sogar ein Foto gibt. Sein berühmtes «Newsnight»-Interview der BBC im November 2019 warf jedoch Fragen auf. Der Sohn von Queen Elizabeth (†96) fiel durch widersprüchliche Aussagen, fragwürdige Rechtfertigungen und fehlende Distanzierung auf.
Nach einer von Giuffre eingereichten Klage kam es 2022 zu einer aussergerichtlichen Einigung. Rund 15 Millionen Franken soll Andrew Giuffre entschädigt haben – 2,5 Millionen davon soll gar seine Mutter Queen Elizabeth beigesteuert haben.
Queen Elizabeth machte sich «erhebliche Sorgen»
Trotz dieser Aktion wollte die britische Monarchin von all dem Trubel nichts wissen.
Den massiven Vorwürfen gegen Andrew schenkte sie keinen Glauben. Dies schreibt Royal-Historiker Hugo Vickers (74) jetzt in seiner demnächst erscheinenden Biografie über Queen Elizabeth.
In einer vom «Mirror» zitierten Stelle heisst es: «Trotz seines desaströsen Interviews in der Sendung ‹Newsnight› und anderer scheinbarer Enthüllungen glaubte die Königin nicht, dass er sich ungebührlich verhalten hatte. Zum Glück musste sie die Auflösung nicht mehr miterleben.»

Die Queen selbst hatte sich bis zu ihrem Tod im September 2022 nie öffentlich zu den Angelegenheiten ihres Sohnes geäussert. Stattdessen soll sie darum gekämpft haben, den jahrelang anhaltenden Skandal verstummen zu lassen.
«Andrews Probleme bereiteten der Königin in den letzten Jahren ihres Lebens erhebliche Sorgen», schreibt Vickers in seinem Buch. Denn: «Sie war zutiefst besorgt um seine Zukunft. Eine Idee, die im letzten Jahr ihres Lebens entstand, war die Gründung einer Stiftung, die Andrew verwalten könnte.»
König Charles griff durch
Doch die Hoffnungen auf Besserung waren weit gefehlt. Angesichts der massiven Kritik machte König Charles III. (77) im Herbst 2025 kurzen Prozess. Er entzog dem Ex-Prinzen alle königlichen Titel und warf ihn aus der Royal Lodge, Andrews langjährigem Wohnsitz.

Im neuen Enthüllungsbuch heisst es: Charles habe anerkannt, dass die Krise seiner Mutter «erhebliches Leid» zugefügt habe, auch wenn sie die Anschuldigungen nicht akzeptiert habe. Für ihren einstigen Lieblingssohn Andrew markierte die öffentliche Degradierung einen tieferen Fall in seiner royalen Biografie.
Andrew zittert weiterhin um Zukunft
Fortan tritt Andrew nur noch mit dem Nachnamen Mountbatten-Windsor auf. Vorübergehend bewohnt er mit der Wood Farm ein fünf Schlafzimmer grosses Haus auf dem Sandringham-Anwesen. Nach abgeschlossenen Renovierungsarbeiten soll der Ex-Prinz die Marsh Farm, seinen ursprünglich geplanten Wohnsitz, beziehen.

Bis es dazu kommt, bangt Andrew jedoch um seine Zukunft. Nach seiner Festnahme im Februar wird beim Sohn von Queen Elizabeth wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch ermittelt. Mit welchen Konsequenzen er rechnen muss, ist bisher unklar. Im Falle einer Verurteilung könnte dem 66-Jährigen sogar eine lebenslange Haftstrafe drohen.



















