Seit 2 Monaten: Britische F-35-Kampfjets auf den Azoren gestrandet

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Grossbritannien,

    Zwei neue F-35 Kampfjets – der Typ, den auch die Schweiz bestellt hat – der britischen Royal Air Force mussten auf den Azoren notlanden und sind gestrandet.

    F-35
    Zwei neue F-35-Kampfjets sollten nach Grossbritannien fliegen, mussten jedoch auf den Azoren notlanden. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwei F-35-Kampfjets mussten auf ihrem Flug aus den USA nach Grossbritannien notlanden.
    • Sie landeten auf einer Azoren-Insel, wo sie nun seit über zwei Monaten gestrandet sind.
    • Drohen der Schweiz beim Kauf von F-35-Kampfjets ähnliche Szenarien?

    Seit Ende 2022 ist klar: Die Schweiz kauft neue Kampfjets des Typs F-35. Während das Projekt in der Schweiz erst in den Startlöchern steht, hat Grossbritannien bereits zahlreiche F-35 Kampfjets erhalten.

    Ende April 2026 wurden die letzten der insgesamt 48 ausgelieferten Kampfjets der britischen Royal Air Force (RAF) nach Grossbritannien überliefert.

    Dennoch sind bisher nicht alle 48 Jets, die in Fort Worth, Texas, produziert wurden, in Grossbritannien angekommen.

    Der Grund: Mitte März mussten zwei der Flugzeuge auf ihren Jungfernflügen auf der Insel Terceira in den Azoren notlanden. Seither sind die Jets nicht mehr geflogen.

    Technische Probleme zwangen die Flugzeuge zur Landung am Lajes International Airport auf der Azoren-Insel. Von der RAF weiss die britische Zeitung «The Telegraph», dass der US-Hersteller Lockheed Martin die Jets nun reparieren muss.

    Nicht der erste Zwischenfall dieser Art

    Bereits vor weniger als einem Jahr kam es in Indien zu einem ähnlichen Vorfall mit einem F-35 der RAF. Damals musste das Flugzeug auf einem Flughafen im Bundesstaat Kerala notlanden und konnte aufgrund eines technischen Defekts nicht wieder losfliegen.

    Im Hinblick auf die geplante Beschaffung der Schweiz dürfte dies Fragen aufwerfen.

    In Grossbritannien kamen bisher nur Flugzeuge des Typs F-35B zum Einsatz. Die Schweiz wird sich aber mit Kampfjets des Typs F-35A ausstatten.

    Dennoch dürften nach dem Zwischenfall mit den gestrandeten RAF-Jets auch in der Schweiz Bedenken bezüglich Zuverlässigkeit aufkommen.

    Nur kleiner Unterschied zwischen den beiden Flugzeugtypen

    Der Unterschied zwischen den beiden Flugzeugtypen ist nämlich nur minimal. Beide Jets verfügen laut der offiziellen F-35-Website über die gleichen Tarnkappen-Eigenschaften, Sensoren und Kampffähigkeiten.

    Der wesentliche Unterschied liegt in der Start- und Landefähigkeit: Während der F-35A für normale Start- und Landebahnen ausgelegt ist, eignet sich der F-35B für Kurzstarts und -Landungen.

    Schweizer F-35-Anschaffung bereits zuvor stark kritisiert

    Die Schweizer Anschaffung der F-35-Kampfjets stand zuletzt aufgrund von US-Teuerungen in der Kritik. Eigentlich versprach der Bundesrat 2020, dass die 36 Tarnkappenbomber für sechs Milliarden Franken fix zu haben seien.

    Befürwortest du den Kauf der F-35-Kampfjets?

    Doch mittlerweile drohen Mehrkosten von bis zu 1,3 Milliarden Franken, weshalb nun wohl nur 30 Exemplare gekauft werden.

    Kritiker sprechen von einem «Täuschungsmanöver» und werfen dem Militärdepartement mangelnde Transparenz vor. Während Bürgerliche trotz Mehrkosten am Kauf festhalten, fordern SP und Grüne den Abbruch.

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    Kommentare

    User #1924 (nicht angemeldet)

    Bis die Flieger bereit sind, werden die steinalt sein. Es wird ständig was ersetzt, kurz nach Herstellung wurden Triebwerke schon ersetzt, nur eine von vielen Pannen, kommt dazu das amis nicht zuverlässig sind, einfach dieser Wahnsinn stoppen

    User #4899 (nicht angemeldet)

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