Arbeitgeber distanziert sich von Larissas «Asylanten»-Aussage

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Bern,

Larissa Hodgson äusserte sich abwertend über Asylsuchende in der Schweiz. Gegenüber Nau.ch meldet sich ihr Arbeitgeber, die Schweizerische Post, zu Wort.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Larissa Hodgson schoss öffentlich gegen die staatliche Finanzierung von Asylsuchenden.
  • Ihr Arbeitgeber, die Schweizerische Post, distanziert sich von ihren Aussagen.
  • Ob die Ex-Bachelorette nun mit Konsequenzen rechnen muss, ist unklar.

Ob sie über mögliche Konsequenzen nachgedacht hat?

Larissa Hodgson (31) fühlt sich vom Schweizer Staat im Stich gelassen. Die Ex-Bachelorette bemängelte kürzlich die finanzielle Unterstützung von Alleinerziehenden – und schoss dabei scharf gegen Asylsuchende, die hierzulande Sozialhilfe beziehen.

Das Mami einer fünfjährigen Tochter liess ihrem Frust freien Lauf: «Anstatt, [dass] wir Geld bezahlen für Asylanten, denen wir ihr GA bezahlen, können wir bitte mal den Alleinerziehenden oder Schweizer Bürgern helfen, die arbeiten und nicht vom Staat leben und selbst Steuern bezahlen?»

In der Kommentarspalte zu ihrem Beitrag auf Instagram gehen die Meinungen stark auseinander. Einige loben die Bernerin für ihre klaren Worte. Andere wiederum halten die Kritik und das von Hodgson erwähnte Beispiel für unreflektiert.

Eine Userin korrigierte die Behauptung der Ex-Bachelorette, wonach ein Generalabonnement für den öffentlichen Verkehr über Sozialhilfe finanziert würde. Es handle sich um eine «Deckung der elementarsten Grundbedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und Unterkunft», stellte die Person klar. Anrecht auf Freizeit-Abos bestehe deshalb keines.

Larissa Hodgson
Larissa Hodgson schiesst gegen eine Userin, die über die Finanzierung der Asylsozialhilfe aufklärt. - Instagram / @hodgsonlarissa

Für diese Erklärung hatte die Bernerin mit kanadischen Wurzeln allerdings kein Verständnis – und feuerte direkt nach: «Ganz ehrlich, bleibt in eurem Land! Nicht unsere Aufgabe, auf euch zu schauen!»

«Die Post distanziert sich von den gemachten Aussagen»

Larissa Hodgson zieht ihre fünfjährige Tochter alleine gross und arbeitet nebst ihrem Influencer-Dasein beim internationalen Kundendienst der Schweizerischen Post. Nau.ch wollte wissen, wie ihr namhafter Arbeitgeber zu den umstrittenen Aussagen steht.

Auf Anfrage heisst es dort: «Die Post distanziert sich von den gemachten Aussagen bezüglich Asylsuchenden und Ausländerinnen und Ausländern.»

Larissa Hodgson
Larissa Hodgson arbeitet bei der Schweizerischen Post. Diese distanziert sich von den Aussagen zu den Asylsuchenden. - keystone

Das Unternehmen lege hohen Wert auf einen respektvollen Umgang unter seinen Mitarbeitenden. «Bei Diskriminierung, Rassismus, Mobbing und sexueller Belästigung gilt Nulltoleranz», schreibt die Schweizerische Post weiter.

Findest du Larissa Hodgons Kritik berechtigt?

Ob die umstrittenen Aussagen zu Asylsuchenden Konsequenzen für ihren Arbeitsplatz mit sich ziehen, lässt Hodgsons Arbeitgeber unbeantwortet. Auch über die Frage, ob man zuvor über den Instagram-Beitrag in Kenntnis gesetzt wurde, erteilt die Schweizerische Post keine Auskunft.

«Bachelorette»-Kollegin kritisiert Wortwahl

Dass ihr Beitrag ein grosses Echo auslösen würde, damit hat die 31-Jährige wohl nicht gerechnet. Wenige Stunden nach Veröffentlichung ruderte sie zurück – zumindest in ihrer Formulierung. «Ich spreche nicht vom integrierten Ausländer. Rein von denen, die sich nicht integrieren wollen», wollte Hodgson klarstellen.

Larissa Hodgson
Die Ex-Bachelorette fordert mehr finanzielle Unterstützung für Alleinerziehende. - Instagram / @hodgsonlarissa

Unter den Kommentaren meldeten sich auch Schweizer Prominente zu Wort – unter anderem «Bachelorette»-Kollegin Eli Simic (37). Hodgons Aussagen in Sachen Familienpolitik, wie etwa die Kritik an der Dauer des Mutterschaftsurlaubs, stimmt sie zu.

Bei der Finanzierung von Sozialhilfebezügern hätte sie die Wortwahl allerdings überdacht.

«Ich hätte an ihrer Stelle keinen Asylanten erwähnt», so Simic gegenüber Nau.ch. Die Ex-Bachelorette glaubt nicht, dass Hodgson gezielt gegen Asylsuchende habe schiessen wollen. Die Wortwahl sei aber heikel gewesen. «Da hätte sie vielleicht zweimal überlegen sollen.»

Kommentare

User #2332 (nicht angemeldet)

Ich mag sie.

User #4708 (nicht angemeldet)

Mein Gott, sie hätte die Schule nicht abbrechen sollen.

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