Spionage-Affäre kostet Southampton den Aufstieg
Der FC Southampton darf nicht um den Aufstieg in die Premier League spielen. Wegen Spionage wird der Verein vor dem Aufstiegs-Final disqualifiziert.

Das Wichtigste in Kürze
- Southampton wird wegen einer Spionage-Affäre vom Aufstiegs-Final disqualifiziert.
- Vor dem Halbfinale filmte der Verein unerlaubt das Training des Gegners.
- Damit entgehen Southampton der Aufstieg und rund 200 Millionen Euro.
Eigentlich sollte Southampton am Samstag gegen Hull City um den Aufstieg in die Premier League und um viel Geld spielen. Doch die English Football League (EFL) bestraft die «Saints» und wirft sie aus dem Aufstiegs-Turnier. Grund dafür ist Spionage.
Im Halbfinal des Turniers gewann Southampton gegen Middlesbrough mit einem Gesamtskore von 2:1. Kurz vor dem Hinspiel wurde aber ein Funktionär dabei erwischt, wie er das Training des Gegners filmte. Er fotografierte zudem Taktiktafeln und übertrug Teile der Vorbereitung per Videoanruf.

Die Liga teilte mit, dass Southampton «Verstösse gegen EFL-Vorschriften im Zusammenhang mit unbefugten Filmaufnahmen der Trainings anderer Clubs eingeräumt» habe. Deshalb wurden die «Saints» disqualifiziert. Zudem werden ihnen in der nächsten Saison vier Punkte abgezogen.
Die EFL-Regeln erlauben das Filmen der Trainings anderer Clubs. Jedoch ist das in den 72 Stunden vor einem Spiel verboten.
Um den Aufstieg spielen nun Hull City und Middlesbrough. Dabei geht es für die Spieler um die Möglichkeit, in der höchsten Liga Englands zu spielen.
Für die Vereine steht aber noch viel mehr auf dem Spiel: Schätzungsweise 200 Millionen Euro. Denn die Vereine der Premier League kassieren durch die TV-Verträge Unsummen an Geld.
Ganz verloren ist der Aufstieg noch nicht: Southampton kann noch Berufung gegen den Entscheid der Liga einlegen. Ob diese aber angesichts des Eingeständnisses des Regelverstosses erfolgreich sein würde, ist fraglich.












