Nach Skandalen: Prinz Harry gibt umstrittenen Posten auf
Prinz Harry verlässt den Vorstand der Naturschutzorganisation African Parks. Die Organisation steht wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik.

Das Wichtigste in Kürze
- Prinz Harry verlässt den Vorstand von African Parks nach zehn Jahren.
- African Parks bestätigte Übergriffe durch Ranger im Kongo, Harry wurde nicht beschuldigt.
- Bereits 2025 hatte Harry seine Rolle bei der Hilfsorganisation Sentebale niedergelegt.
Prinz Harry (41) zieht sich aus dem Vorstand der Naturschutzorganisation African Parks zurück. Ein Sprecher bestätigte gegenüber dem US-Magazin «People», dass der Herzog von Sussex nicht mehr Mitglied des Boards sei.
Harry war der Organisation seit 2016 verbunden – zunächst als Präsident, seit 2023 als Vorstandsmitglied. Trotz des Rückzugs wolle er die Arbeit von African Parks weiterhin unterstützen, liess er verlauten.
African Parks steht seit längerer Zeit in der Kritik. Eine unabhängige Untersuchung bestätigte im vergangenen Jahr, dass Ranger der Organisation in der Republik Kongo Menschenrechtsverletzungen gegenüber Angehörigen indigener Gemeinschaften begangen hatten.
Vorwürfe lauten unter anderem auf Misshandlung und sexualisierte Gewalt. Die Organisation erklärte damals, die Ergebnisse ernst zu nehmen und ihre Kontrollmechanismen verbessern zu wollen.

Harry selbst wurde nicht vorgeworfen, an den Vorfällen beteiligt gewesen zu sein. Dennoch stand seine Rolle im Vorstand zunehmend in der Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Survival International forderte seinen Rücktritt und verwies dabei auf seine langjährige Nähe zur Organisation.
Es ist eine bewegte Zeit für Prinz Harry
Der Vorstand von African Parks soll nun neu aufgestellt werden, Ende September sollen zwei neue Mitglieder hinzukommen. Die Organisation würdigte Harrys Engagement der vergangenen Jahre. Derweil betonte der Prinz Harry, weiterhin stolz auf seine Naturschutzarbeit in Afrika zu sein.
Es ist bereits der zweite prominente Rückzug des Prinzen von einer unterstützten Organisation innerhalb weniger Monate: 2025 hatte Harry seine Rolle bei Sentebale niedergelegt, der von ihm mitgegründeten Hilfsorganisation für Kinder und Jugendliche im südlichen Afrika. Dort war zuvor ein öffentlicher Streit zwischen Verantwortlichen eskaliert.
Der Schritt fällt in eine ohnehin bewegte Zeit: Prinz Harry und seine Familie planen einen Umzug zurück nach Grossbritannien. Gemeinsam mit Herzogin Meghan (45) sowie den Kindern Archie (7) und Lilibet (5) will die Familie künftig dort leben. Eine Rückkehr zu offiziellen royalen Aufgaben ist damit allerdings nicht verbunden.

















