Prinz Harry

    Briten sollen Prinz Harry und Meghan Markle Security doch zahlen

    Luca Micheli
    Luca Micheli

    Grossbritannien,

    Die Frage nach Prinz Harrys staatlich finanziertem Personenschutz in Grossbritannien sorgt für gespaltene Meinungen unter Politikern.

    Harry Meghan
    Prinz Harry und Meghan Markle sollen mit ihren Kids noch diesen Monat zurück nach Grossbritannien zügeln. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Prinz Harry und Meghan Markle sollen noch diesen Monat zurück nach Grossbritannien zügeln.
    • Nun äussern sich mehrere Politiker zur Frage um staatlich finanzierten Personenschutz.
    • Letztes Jahr scheiterte Harry mit einer entsprechenden Forderung vor Gericht.

    Jetzt kriegen Prinz Harry (41) und Meghan Markle (45) Schützenhilfe. Die Sussex’ planen noch diesen Monat ihre Rückkehr nach England. Die Frage nach der Sicherheit ist noch immer offen.

    Nun meldet sich der ehemalige britische Innenminister David Blunkett zu Wort. Er hält einen begrenzten, vorübergehenden Personenschutz für die Sussex’ für sinnvoll.

    Die Einstufung könne je nach wahrgenommenem Bedrohungsgrad später erhöht oder gesenkt werden. Blunkett schlägt damit einen «Mittelweg» vor: Harry könnte von ein oder zwei Personenschützern begleitet werden. Für eine vorübergehende Zeit sei das «durchaus angemessen», erklärt Blunkett der «Times».

    Seine Äusserungen erfolgten, während sich der Streit über die Finanzierung des Schutzes zuspitzte. Denn die Sicherheitsvorkehrungen für das Paar könnten die Steuerzahler jährlich bis zu fünf Millionen Pfund (über 5,4 Millionen Franken) kosten.

    Prinz Harry scheiterte vor Gericht

    Hintergrund ist ein jahrelanger Streit zwischen Prinz Harry und dem britischen Innenministerium. Nachdem die Sussex' 2020 ihre Aufgaben als arbeitende Mitglieder der Königsfamilie aufgegeben hatten, verlor Harry den Anspruch auf automatischen staatlichen Polizeischutz in Grossbritannien. Seitdem wird für jeden Besuch individuell geprüft, ob und welcher Schutz notwendig ist.

    Prinz Harry
    Prinz Harry kämpfte vor Gericht um Personenschutz bei Aufenthalten in Grossbritannien. - keystone

    Harry fochte diese Entscheidung vor Gericht an. Er argumentierte, seine Familie sei bei Aufenthalten in Grossbritannien nicht ausreichend geschützt. Zugleich wollte er erreichen, dass er auf eigene Kosten Polizeischutz in Anspruch nehmen darf.

    Seine juristischen Bemühungen blieben jedoch erfolglos. 2025 wies das Berufungsgericht seine Klage endgültig zurück.

    Verschiedene Sicherheitskonzepte

    Die britische Politikerin Emily Thornberry sagte, Harry, Meghan und ihre Kinder Archie (7) und Lilibet (5) hätten es «verdient, in Sicherheit zu sein».

    Es wird angenommen, dass eine Überprüfung durch das Royal and VIP Executive Committee (Ravec) bereits abgeschlossen wurde. Das Gremium entscheidet über staatlich finanzierten Polizeischutz in Grossbritannien für hochrangige Personen und dessen Umfang.

    Prinz Harry soll sich «privat» an Innenministerin Shabana Mahmood gewandt haben, um das Ergebnis zu erhalten.

    Harry Meghan
    Meghan Markle und Prinz Harry im April 2026. - keystone

    David Blunkett erklärt gegenüber der «Times»: «Es gibt drei Sicherheitsbereiche... das vollständig abgedunkelte Begleitfahrzeug mit zwei oder drei Personenschützern – einer im Beifahrerfahrzeug und die anderen im Begleitfahrzeug – rund um die Uhr.»

    Der von ihm genannte Mittelweg bestehe darin, dass ein oder zwei Beamte Harry begleiten. In der dritten Möglichkeit wiederum soll ein Fahrer mit Sicherheitsausbildung eingesetzt werden.

    Blunkett hat damit eine klare Vorstellung davon, wie der Schutz aussehen könnte: «Dieser Mittelwert ist für den Moment ein absolut vernünftiges Angebot, das man dann in ein paar Jahren neu bewerten könnte.»

    «Hohes öffentliches Profil»

    Auch weitere britische Politiker haben sich zur aktuellen Diskussion zu Wort gemeldet. Dame Emily Thornberry, Vorsitzende des Aussenpolitischen Ausschusses, erklärt: «Ich möchte die Gewissheit haben, dass seine Familie in Sicherheit ist. Sie haben es verdient, sich sicher zu fühlen.»

    Thornberry begründet dies mit Harrys Stellung: «Er ist der Sohn des Königs, er hat durch seinen öffentlichen Dienst einen grossen Beitrag für unser Land geleistet – das gefährdet ihn und seine Familie.»

    Prinz Harry
    Harrys Kids Lilibet (l.) und Archie (r.) sollen ab September in Grossbritannien die Schule besuchen. - Instagram / @meghan

    Diese Meinung teilt auch Kemi Badenoch, Vorsitzende der Konservativen Partei: «Er ist der Sohn des Monarchen, und das bedeutet, dass er ein sehr hohes öffentliches Profil hat, mehr als die meisten anderen Politiker», erklärt sie.

    Bedrohung sollte «nüchtern» eingeschätzt werden

    Anders sieht es der Labour-Abgeordnete Lord Foulkes. Die Sicherheit der Sussex' sei eine Privatsache, die das Paar selbst regeln sollte. «Sie sind wohlhabende Leute, und ich hätte nicht gedacht, dass der Steuerzahler dafür aufkommen sollte.»

    Sollen Harry und Meghan Personenschutz in Grossbritannien erhalten?

    Mike Tapp, ehemaliger Staatssekretär im Innenministerium, fordert eine andere Herangehensweise. Für Sicherheitsentscheidungen sei eine «nüchterne Einschätzung der Bedrohung» erforderlich.

    Ob und in welchem Ausmass Prinz Harry und seine Familie staatlich finanzierten Schutz erhalten, bleibt weiterhin unklar. Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte am Sonntagabend, sich nicht zu privaten Sicherheitsvereinbarungen zu äussern.

    Kommentare

    User #2240 (nicht angemeldet)

    Angeblich sind die Sussex heute in Birmingham gelandet. Der Zirkus kann also beginnen. 🤡🎪🤡 Die Royals verweilen ja derzeit noch auf Schloss Balmoral in Schottland. Man kann gespannt sein, was die Sussex wieder anstellen werden, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die faulen Tomaten liegen sicher schon bereit. 😂

    User #6164 (nicht angemeldet)

    Es gibt mehrere Fotos auf denen zu sehen ist, wie die Windsors gesammelt und geschlossen am Sonntag von Balmoral aus zur Kirche fahren. Auf ihnen ist auch König Charles zu sehen. Erschreckend, wie mitgenommen und angespannt der arme alte Herr aussieht. Das Gesicht eingefallen und so weiß wie Haare. Seine Mutter sah mit 95 Jahren noch besser aus. Mit Sicherheit nimmt ihn der neue Wirbel, den der Spare wieder veranstaltet, extrem mit.

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