Nach Anzeige: Ermittlungen gegen Ulmen wegen häuslicher Gewalt
Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat ein Ermittlungsverfahren gegen Christian Ulmen eingeleitet. Ex-Frau Collien Fernandes wirft ihm Körperverletzung vor.

Das Wichtigste in Kürze
- Gegen Christian Ulmen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
- Ex-Frau Collien Fernandes wirft ihm Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt vor.
- Ob eine Anklage gegen den 50-Jährigen erhoben wird, ist unklar.
Neue Entwicklungen im Fall Collien Fernandes (44): Die Staatanwaltschaft Potsdam (D) hat gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Isabelle Fabian, am Dienstag auf Anfrage der «Potsdamer Neuesten Nachrichten» (PNN) mit.
Konkret geht es um den Vorwurf der Körperverletzung im Rahmen häuslicher Gewalt. Dabei handelt es sich um mehrere Vorfälle, die sich in den Jahren 2022/2023 in Spanien ereignet haben sollen, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Eine entsprechende Anzeige hatte die Schauspielerin Ende 2025 auf Mallorca eingereicht. Da diese beim Vorwurf der Körperverletzung mit einem Anfangsverdacht begründet wurde, kommt es nun zu einem Ermittlungsverfahren.

Fernandes und Ulmen waren vor einigen Jahren zusammen nach Mallorca gezogen, vergangenes Jahr liessen sie sich scheiden. Zuvor lebte das Ex-Paar, das eine gemeinsame Tochter hat, in Potsdam.
Weil ein Teil der mutmasslichen Taten dort geschehen sein konnte, sieht die dortige Staatsanwaltschaft eine örtliche Zuständigkeit, schreibt der «Spiegel». Zuvor hatte der Fall bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe gelegen.
Anklage gegen Ulmen offen
Die Vorwürfe der «digitalen Gewalt», die Fernandes Mitte März in einem «Spiegel»-Bericht erhoben hatte, seien weiterhin Gegenstand der Untersuchungen, heisst es. Ob hierzu ebenfalls ein Anfangsverdacht besteht, sei derzeit unklar. Laut Staatsanwaltschaft könne die Entscheidung mehrere Wochen andauern.

Zu dem neuen Verfahrensstand berichtet der «Spiegel», dass Zeuginnen und Zeugen vernommen werden könnten, darunter auch Fernandes. Ob es zu einer Anklage gegen Christian Ulmen kommt und ob er sich wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten muss, ist offen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Gericht erklärte Berichterstattung weitgehend zulässig
Die Schauspielerin, bekannt aus dem ZDF-«Traumschiff», wirft ihrem Ex-Mann vor, Fake-Profile im Netz unter ihrem Namen erstellt und darüber pornografisches Material, welches sie darstellen soll, verbreitet zu haben. Fernandes spricht von «virtueller Vergewaltigung».

Ulmen selbst streitet die Vorwürfe über seinen Anwalt ab und ging juristisch gegen die Berichterstattung im «Spiegel» vor. Anfang Mai erklärte das Landgericht Hamburg den Bericht für grösstenteils zulässig. Nur eine Passage zu einem Gerichtsverfahren in Spanien musste laut dem Magazin selbst abgeändert werden.
Zu den aktuellen Vorwürfen äusserte sich Ulmen auf Anfrage des «Spiegel» bislang nicht.
















