Gewalt

Nationalrätin Maya Bally spricht über persönlich erlebte Gewalt

Keystone-SDA
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Bern,

Die Aargauer Mitte-Nationalrätin Maya Bally hat in einem Interview über ihre persönliche Erfahrung von häuslicher Gewalt erzählt. Als sie 20 Jahre alt war, hatte ihr damaliger Freund sie geschlagen, wie die 65-Jährige der «SonntagsZeitung» sagt.

Nationalrätin Maya Bally (Mitte/AG) spricht über ihre Erfahrungen, um Betroffenen und Angehörigen Mut zu machen. (Archivbild)
Nationalrätin Maya Bally (Mitte/AG) spricht über ihre Erfahrungen, um Betroffenen und Angehörigen Mut zu machen. (Archivbild) - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

«Er traf mich mit der Ohrfeige so blöd, dass mein Trommelfell platzte», sagt die Aargauerin in dem am Sonntag veröffentlichten Interview. Die Tat habe sie gerechtfertigt: «So etwas kann ja mal passieren», habe sie sich gesagt.

Bei einem weiteren Streit habe ihr Ex sie so heftig geschlagen, dass sie in die Badewanne fiel. Ihrem Umfeld erzählte sie, dass sie über die Katze gestolpert sei. Geglaubt habe es niemand. «Aber was wollten meine Familie und Freunde schon tun, denn ich beharrte auf diesem Märchen», sagt sie.

Mittlerweile hat Bally die Erschütterungen von damals überwunden. Den Schritt an die Öffentlichkeit begründet die Mitte-Politikerin mit der Wichtigkeit des Themas. Sie wolle Betroffenen und Personen in deren Umfeld Mut machen: «Wir müssen alle hinsehen und das Tabu brechen.»

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