Marius Borg Høiby kommt mit Fussfessel von U-Haft in den Hausarrest
Marius Borg Høiby darf die nächsten vier Wochen seiner U-Haft mit Fussfessel verbringen. Laut seinem Anwalt begrüsst der 29-Jährige den Gerichtsentscheid.

Das Wichtigste in Kürze
- Marius Borg Høiby bleibt nach seiner Verurteilung für vier weitere Wochen in U-Haft.
- Diese darf er mit einer elektronischen Fussfessel im Hausarrest verbringen.
- Im Juni wurde der Sohn von Mette-Marit unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen schuldig gesprochen.
Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (53), Marius Borg Høiby (29), kommt aus der Haft frei, muss aber in den Hausarrest.
Das zuständige Gericht in Oslo habe am Montag entschieden, die Untersuchungshaft bleibe für weitere vier Wochen bestehen, der 29-Jährige könne sie aber mit einer elektronischen Fussfessel im Hausarrest verbringen, meldete der Sender NRK. Die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde ein. Sie hatte eine Verlängerung der U-Haft um vier Wochen gefordert.

Høiby war im vergangenen Juni zu vier Jahren Haft verurteilt worden, das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.
Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Gegen sie besteht ein Kontaktverbot, gegen das der Norweger bereits mehrfach verstossen hat. Die Polizei sah die Gefahr, dass Høiby weitere Straftaten begeht.
Marius mit Entscheid offenbar zufrieden
Høibys Anwalt Petar Sekulic sagte, sein Mandant sei mit der Entscheidung zufrieden. «Das ist eine Option, mit der er in den nächsten Wochen leben kann, und dann werden wir sehen, was danach passiert.»

Høiby sass seit Beginn des Prozesses gegen ihn im Februar in Untersuchungshaft. Er hatte in den vergangenen Monaten mehrfach die Freilassung beantragt. Der Grund: Er wollte mit seiner schwer lungenkranken Mutter Mette-Marit zusammen sein. Bis jetzt war er mit den Anträgen aber immer gescheitert.
Gegen das Gefängnisurteil hat Høiby Berufung eingelegt. Ein möglicher Berufungsprozess könnte im kommenden Jahr stattfinden. Ob der Norweger bis dahin in U-Haft oder Hausarrest bleibt, ist unklar.
















