Deutschland: Mindestens 32 Jahre Haft für «Maskenmann» bestätigt
Ein als «Maskenmann» bekannter deutscher Serienmörder soll mindestens 32 Jahre im Gefängnis bleiben.

Das bestätigte das Landgericht im norddeutschen Lüneburg. Die «Neue Osnabrücker Zeitung» hatte darüber berichtet. Den Angaben zufolge endet die Haftstrafe von Martin N. frühestens 2043.
Der aus Bremen stammende Täter war 2011 in Hamburg festgenommen und 2012 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. In Deutschland hatte er in einem Zeitraum von fast 20 Jahren Jungen missbraucht und drei von ihnen im Alter von 8, 9 und 13 Jahren ermordet. Zwischen 1992 und 2001 schlich sich der Pädagoge in Norddeutschland nachts mit einer dunklen Sturmhaube maskiert an die Betten Dutzender Opfer. Die meisten seiner Taten hat er gestanden.
Vergangenen Monat wurde der «Maskenmann» auch für den Mord am zehnjährigen Jonathan 2004 in Frankreich verurteilt – er hatte die Tat abgestritten. Auch die französischen Richter sprachen eine lebenslange Haftstrafe aus. Inwieweit sich das französische Urteil auf die weitere Haft von N. auswirkt, ist bisher nicht bekannt. Dazu besteht nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Landgericht Stade aktuell kein Austausch mit den französischen Behörden.










