Prinz Andrew

Ex-Prinz Andrew droht im schlimmsten Fall lebenslange Haft!

Luca Micheli
Luca Micheli

Grossbritannien,

Ex-Prinz Andrew wurde wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet. Im schlimmsten Fall muss der Bruder von König Charles eine lebenslange Haftstrafe absitzen.

Andrew
Ex-Prinz Andrew befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ex-Prinz Andrew wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei festgenommen.
  • Nun befindet er sich in Gewahrsam und soll zur Anhörung vorgeladen werden.
  • Der Verdacht auf Amtsmissbrauch könnte eine lebenslange Haftstrafe mit sich ziehen.

Es ist ein schwarzer Tag für das britische Königreich: Ex-Prinz Andrew (66) wurde am Donnerstagvormittag auf seinem aktuellen Wohnsitz in Sandringham festgenommen.

Dem früheren britischen Handelsbeauftragten wird im Zuge der veröffentlichten Epstein-Files Amtsmissbrauch vorgeworfen.

Polizei durchsucht Anwesen – Ex-Prinz in Gewahrsam

Der 66-Jährige befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam und soll im Verlauf des Tages von Beamten verhört werden. Wo genau sich Andrew derzeit aufhält, ist allerdings nicht bekannt. Währenddessen finden Durchsuchungen in der Royal Lodge auf Windsor, dem vorherigen Wohnort des Ex-Prinzen, statt.

Laut Polizeikommentator Danny Shaw darf Andrew maximal 96 Stunden festgehalten werden. In den meisten Fällen bleiben Verdächtige jedoch 12 oder 24 Stunden in Gewahrsam. Dann werden sie entweder angeklagt oder bis zur weiteren Untersuchung freigelassen.

So geht es mit Andrew jetzt weiter

Nun stellt sich die Frage: Wie geht es mit dem gefallenen Royal weiter?

Simarjot Singh Judge, geschäftsführender Gesellschafter der Kanzlei Judge Law, erklärt der «Daily Mail» das Vorgehen: «Bei Verdacht auf Amtsmissbrauch ist der nächste Schritt die polizeiliche Verwahrung. Diese umfasst die formelle Registrierung, die Erfassung persönlicher Daten, die Abnahme von Fingerabdrücken und Fotos sowie die Mitteilung des Verhaftungsgrundes.»

Wird sich Andrew vor Gericht verantworten müssen?

Andrew hat vor der Anhörung die Möglichkeit, sich vertraulich mit einem Anwalt zu beraten. Andernfalls bestehe auch das Recht, zu schweigen. Jegliche Informationen können an die Staatsanwaltschaft (CPS) als Teil der polizeilichen Ermittlungen weitergeleitet werden. Dies, sobald die Beweissammlung abgeschlossen wurde.

Liegt jedoch die mutmassliche Weitergabe sensibler Informationen vor, würden die Ermittler detaillierte Fragen zum Zugriff auf die Dokumente, zur Genehmigung, zur Absicht und zur Kommunikation mit Dritten stellen. «Sie könnten auch Beweise vorlegen», so Singh Judge weiter.

Die Staatsanwaltschaft wird dann entscheiden, ob gegen das Mitglied der königlichen Familie Anklage erhoben wird. Amtsmissbrauch zählt nach britischem Recht zu den schwersten Straftaten und wird mit einer Geldstrafe geahndet.

Doch: Im schlimmsten Fall droht Andrew gar eine lebenslange Haftstrafe! Dies allerdings nur, wenn er vor Gericht angeklagt, verurteilt und für schuldig befunden wird.

König Charles: «Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen»

Aufgrund der Schwere des Vergehens wird der Fall des Ex-Royals als Anklagevergehen eingestuft. Demnach soll ein etwaiger Prozess vor einem Crown Court (oberstes Strafgericht) stattfinden.

Denn bekannt ist auch: Die Zugehörigkeit zur königlichen Familie bietet Andrew keinen Schutz vor Strafverfolgung oder Gefängnis. König Charles III. (77) ist als Monarch das einzige Mitglied der königlichen Familie mit souveräner Immunität.

Andrew
Ex-Prinz Andrew und König Charles im September 2025. - keystone

Der britische Monarch betonte hierzu in einer Stellungnahme am Donnerstagmittag: «Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen.»

Royal-Historiker fordert Aufarbeitung im Epstein-Skandal

Auch der britische Royal-Historiker und Autor Andrew Lownie (65) teilt diese Ansicht. Gegenüber der «Daily Mail» begrüsst er das Vorgehen der Behörden. «Ich bin sehr froh, dass die Polizei in dieser Angelegenheit so schnell gehandelt hat», sagt er.

Lownie verstehe zwar, dass die Verhaftung in erster Linie wegen eines Fehlverhaltensvorwurfs erfolge. Der Experte ist jedoch überzeugt: «Es scheint auch Beweise für die Vorwürfe des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung zu geben.»

freunde
Ex-Prinz Andrew und der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren enge Freunde. - X / @gobnewsportal

Deshalb sollten auch Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson (66) sowie dessen Mitarbeiter im Zuge der Untersuchungen befragt werden, fordert Lownie.

«Sie weiss sehr viel, wie man mir gesagt hat. Sie war sehr stark in seine Aktivitäten involviert und ist ganz klar eine wichtige Zeugin. Sie besuchte die Epstein-Anwesen und dürfte daher über die Vorgänge dort Bescheid wissen, insbesondere über den mutmasslichen Sexhandel.»

Kommentare

User #1196 (nicht angemeldet)

Hoppla so einer hat Kinder? Der Läderach Sohn nahm auf jeden fall seine Kinder aus der Privatschule Domina Servierte. Und wieso heisst Schule überhaupt so?

User #4031 (nicht angemeldet)

Was sagt Lekrem F. vom Klub dazu?

Weiterlesen

freunde
Enthüllt
Prinz Andrew
Epstein-Akten zeigen

MEHR IN PEOPLE

Andrew
695 Interaktionen
Ex-Prinz verhaftet
Sing meinen Song 2026
6 Interaktionen
13. Staffel

MEHR PRINZ ANDREW

Epstein Prinz Andrew
Epstein-Opfer
Ex-Prinz Andrew
32 Interaktionen
Haftforderungen
Andrew
47 Interaktionen
Nach Rauswurf
Prinz Andrew
Als Queen weg war

MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

taylor swift
12 Interaktionen
Zum 6. Mal
7 Interaktionen
London
Andrew
Weihnachtskarte
Krankheit
7 Interaktionen
Wallingford