Diana bald vergessen? Alte Aussage fliegt König Charles um die Ohren
Nach Prinzessin Dianas Tod entbrannte ein telefonischer Streit zwischen ihrem Bruder und Ex-Mann Charles. Jetzt kommen neue Vorwürfe ans Licht.

Das Wichtigste in Kürze
- Charles Spencer schildert in seinen Memoiren einen angeblichen Streit mit Charles kurz nach Dianas Tod.
- Damals herrschte Unstimmigkeit, ob William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter gehen sollten.
- Das Telefonat mit Dianas Bruder endete mit den Worten: «Sei versichert, wir werden sie noch früh genug vergessen.»
Anfang der 90er-Jahre entwickelte sich die gescheiterte Ehe zwischen dem damaligen Prinzen Charles (77) und Prinzessin Diana (†36) zu einem Rosenkrieg. Ein Zerwürfnis, das in der Öffentlichkeit nie ganz verstummte – und das britische Königshaus nun einmal mehr in Erklärungsnot bringt.
Grund zur Aufregung geben die Memoiren «Swan Song: Diana, My Sister», verfasst von Dianas Bruder Charles Spencer (62). Bevor das Buch kommende Woche erscheint, berichtet die «Daily Mail» vorab über eine brisante Szene. Die soll sich kurz nach ihrem Unfalltod ereignet haben.

Laut Spencer kam es in den Tagen zwischen Dianas Tod am 31. August 1997 und ihrer Beerdigung am 6. September zu einem Interessenkonflikt. Damals war man sich offenbar uneinig darüber, ob Prinz William (damals 15) und Prinz Harry (damals 12) hinter dem Sarg ihrer Mutter durch London laufen sollten.
Dianas Bruder wehrte sich dem Bericht zufolge dagegen. Diana hätte ihre Söhne nicht einer solchen öffentlichen Belastung aussetzen wollen. Spencer wollte seine Neffen deshalb in Schutz nehmen und äusserte seine Bedenken gegenüber einem Palast-Mitarbeiter.
Bis die Nachricht zu Charles durchdrang.
«Werden sie früh genug vergessen»
Für die Ansichten seines Ex-Schwagers zeigte der heutige König offenbar kein Verständnis.
Selbst nach dem Tod seines Grossonkels Lord Mountbatten (†1979) habe er sich hinter dessen Sarg gestellt, argumentierte Charles im Telefonat. Spencer hingegen stellt im Buch klar, dass der britische Monarch damals bereits 30 Jahre alt gewesen ist. Harry und William aber waren Kinder.

Das Gespräch gipfelte schliesslich in einer verbalen Entgleisung. Angesichts der Unstimmigkeiten brachte der damalige Prinz seine Verachtung für seine Ex-Frau zum Ausdruck. «Sei versichert, wir werden sie noch früh genug vergessen», soll er zu Dianas Bruder am Telefon gesagt haben.
Schock für Dianas Bruder
Worte, die sich wie ein Stich ins Herz anfühlen und Charles Spencer bis heute beschäftigen. Den Moment des fast 30 Jahre zurückliegenden Gesprächs hält der 62-Jährige noch genau in Erinnerung.

Charles' Aussage habe ihn derart überrumpelt, dass für einige Sekunden absolute Stille herrschte. Das hitzige Telefonat beendete er mit den Worten: «Ich kann nicht glauben, dass du das gerade gesagt hast» – und legte den Hörer auf.
Spencer zufolge herrschte bei Charles grosses Unverständnis über die weltweite Anteilnahme an Dianas Tod.
Trotz Unstimmigkeiten nahmen William und Harry schliesslich an der Trauerfeier teil. Und liefen mit Vater Charles und Grossvater Prinz Philip (†2021) hinter Dianas Sarg zur Westminster Abbey. Bilder, die sich bis heute ins kollektive Gedächtnis eingebrannt haben.
Palast stellt Enthüllungen infrage
2017 erklärte Prinz William in einer BBC-Dokumentation, dass die Entscheidung, mitzulaufen, gemeinsam mit der Familie getroffen wurde. Prinz Harry betonte später, er sei froh gewesen, an der Prozession teilgenommen zu haben. Aber er habe sich «wie betäubt» gefühlt.

Mittlerweile hat sich der Buckingham-Palast zu Spencers neuen Enthüllungen geäussert. Kommentieren wolle man die Inhalte der bevorstehenden Publikation nicht, erklärte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Zugleich heisst es, der «Schmerz brüderlicher Trauer» könne Vernunft, Urteilsvermögen und Erinnerungen beeinflussen – auch noch Jahre nach einem Verlust. Damit stellt der Palast indirekt die Glaubwürdigkeit von Spencers Erinnerungen infrage.
















