Der EHC Thun empfing am Mittwoch den EHC Wiki-Münsingen zum ersten Derby der Saison im Grabengut. Die Berner Oberländer unterliegen den Aaretalern mit 1:6.
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Finn Fuchs vom EHC Visp half am Samstag mit B-Lizenz beim EHC Thun aus. - Brigitte Münger

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EHC Thun trat am Mittwochabend mit einem Rumpfkader das Derby an.
  • Durch Undiszipliniertheiten schnitten sich die Thuner ins eigene Fleisch.

Nach über einem Jahr war es endlich wieder soweit: Der EHC Thun empfing am Mittwochabend den EHC Wiki-Münsingen zum Derby!

Die Startphase verlief ausgeglichen, ehe Noel Waber nach rund neun Minuten die Führung für die Aaretaler erzielte. Der EHC Thun konnte in Form von Rookie Noël Riesen reagieren und in der 14. Minute den Ausgleich erzielen.

Thuner Undiszipliniertheiten – Aaretaler Kaltblütigkeit

Der Treffer indes war nicht unumstritten, wurde doch das Tor des EHC Wiki aus den Angeln gehoben. Zum Ende des ersten Drittel übten sich die Thuner dann im Strafen sammeln.

Erst musste Manuel Neff für ein Beinstellen auf die Strafbank. 30 Sekunden später wurde Roman Messerli nach einem hundsgewöhnlichen Check für zwei plus zehn Minuten in die Kühlbox geschickt.

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Das Tor von Noel Riesen wurde von den Schiedsrichtern aberkannt. - Brigitte Münger

Der EHC Wiki konnte in der Folge eineinhalb Minuten in doppelter Unterzahl agieren. Dies nutzten die Aaretaler eiskalt aus. Raphael Krebs traf zur erneuten Führung.

Als die erste Sirene ertönte, fing sich Manuel Neff eine Matchstrafe ein. Der Thuner Stürmer wurde wegen «Schiedsrichter berühren» unter die Dusche geschickt. Der EHC Thun musste das zweite Drittel in den ersten fünf Minuten in Unterzahl bestreiten.

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Leandro Frei (rechts) spielte zum ersten Mal in einem Heimspiel von Anfang an. - Brigitte Münger

Erneut nutzte Wiki die Thuner Undiszipliniertheit aus. Jan Wigger traf im Powerplay zum 3:1. Zu Spielmitte erhöhte der Topscorer der Aaretaler – Till Allemann – auf den Drei-Tore-Vorsprung.

EHC Thun ohne diverse Stammspieler

In der Folge powerten die Thuner was das Zeug hielt und liessen einige Chancen ungenutzt verstreichen.

Im letzten Drittel kämpfte der EHC Thun munter weiter. Die Absenzen von Bärtschi, Boss, Kaufmann und Rochow (alle krank) konnten allerdings nicht kaschiert werden. Hinzu kamen die Verletzungen von Geoffrey Jaquet, Pascal Kohler und Aron Krähenbühl.

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Fabian Boss und der EHC Thun wollen Rang vier, was Heimrecht im Playoff-Viertelfinal bedeuten würde. - Brigitte Münger

Das Thuner Rumpfkader konnte nicht mehr verkürzen. Das Gegenteil war der Fall: Noel Waber traf zwei weitere Male für Wiki und stellte den 6:1-Sieg sicher.

Der EHC Thun hat nun drei Tage Zeit, sich auf das nächste Spiel auswärts in Seewen vorzubereiten.

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