Kanton Bern priorisiert Ausbauprojekt der Nitrochemie in Wimmis
Der Berner Regierungsrat hat dem Kapazitätsausbau bei der Nitrochemie in Wimmis Priorität eingeräumt. Die Kantonsregierung kann dies bei Projekten tun, die im übergeordneten Interesse des Staates sind, insbesondere mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Nitrochemie ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Technologie- und Rüstungskonzerne Rheinmetall und Ruag MRO. Rund 100 Millionen Franken sollen in das Ausbauprojekt in Wimmis investiert werden. Es entstehen rund 50 neue Arbeitsplätze, wie die kantonale Direktion für Inneres und Justiz am Donnerstag mitteilte.
Die Nitrochemie in Wimmis unterstützt unter anderem das Bundesamt für Rüstung beim Grundausbau der neuen Artilleriesysteme. Das Projekt sei damit auch wichtig für die öffentliche Sicherheit, kommt der Kanton zum Schluss.
Bei der prioritären Behandlung von Schlüsselprojekten geht es vor allem darum, dass die verwaltungsinternen Abläufe möglichst rasch und reibungslos laufen. Im Zentrum steht ein Zeitgewinn. Gesetzliche Fristen müssen jedoch eingehalten werden.
Die Wimmiser Schiesspulverfabrik hat ihre Wurzeln in den Gründungsjahren der modernen Schweiz, als 1848/49 das Pulverregal an den Bund überging.
1917 wurde in Wimmis die Eidgenössische Pulverfabrik gebaut. Um 1990 gingen die Aufträge des Militärs zurück und das Unternehmen fasste eine Ausweitung seiner Tätigkeiten in den zivilen Bereich ins Auge. Nitrochemie ist heute auch für die chemische und pharmazeutische Industrie tätig.






