EHC Thun verliert gegen effiziente Frauenfelder
Die MyHockey League trug am Samstag die letzte Runde der Regular Season aus. Der EHC Thun empfing den EHC Frauenfeld.

Das Wichtigste in Kürze
- Der EHC Thun erspielt sich gegen Frauenfeld zahlreiche Chancen.
- Die Ostschweizer sind das effizientere Team und gewinnt mit 4:2.
- In zwei Wochen starten in der MyHockey League die Playoffs.
Nach zuletzt fünf Siegen in Serie wollte der EHC Thun zum Abschluss der Qualifikation den sechsten Vollerfolg einfahren. Zu Gast im Grabengut war der EHC Frauenfeld, der sich als 6. das Playoff-Ticket ebenfalls bereits gesichert hat.
Für die Tabelle hatte das Spiel keine grössere Bedeutung. Aber, beide Teams wollten ihre starke Form natürlich konservieren und mit einem guten Gefühl in die Playoffs gehen.
EHC Thun erspielt sich früh die ersten Chancen
Thun-Coach Daniel Steiner musste am Samstag erneut auf Jeremy Minder verzichten. Der Captain fehlt weiterhin angeschlagen. Ansonsten konnte Steiner beinahe auf die volle Kapelle zählen.
Die Partie nimmt nach fünf Minuten im Thuner Powerplay Fahrt auf. Gugelmann spielt Michellod frei, der eigentlich das leere Tor vor sich hat. Michellod trifft die Scheibe nicht richtig und verpasst die frühe Führung.

Zu Drittelsmitte hat Robin Dey die nächste Chance für den EHC Thun. Der Neuzugang aus Bellinzona kann Nils Bächler im Frauenfeld-Tor aber nicht umkurven. Bächler bleibt auch der Sieger, als zwei Minuten vor der Pause Spinell und Gugelmann einen Konter laufen.
Sekunden vor der Sirene verpasst dann auch noch Topscorer Gyger eine Topchance. Der EHC Thun wird für ein engagiertes Startdrittel nicht belohnt. Zu Beginn des Mitteldrittels zeigen die Gäste dann, wie Effizienz aussehen kann.
Frauenfeld legt vor
Ein Pass von Fabian Moser prallt vom Schlittschuh eines Thuners ab. Lars Wegmann kann erben und bezwingt Thun-Goalie Graf zum 0:1. Kurz zuvor verpasste Dey auf der anderen Seite.
Die Berner Oberländer reagieren rund fünf Minuten später in Überzahl. Kelian Fiebiger findet im Slot die Schaufel von Michellod. Der Ablenker fliegt in den Torhimmel. Der Ausgleich ist zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient.

Doch der ausgeglichene Spielstand hält nicht lange. Kurz nach Spielmitte trifft Frauenfeld-Verteidiger Rozajac mit einem Weitschuss zur erneuten Führung für die Ostschweizer.
Noch vor der zweiten Pause verzeichnet der EHC Thun die nächsten Grosschancen. Erst scheitert Rossel in zwei Anläufen, dann Bärtschi im Alleingang gegen Bächler.
Wieder ein frühes Gegentor
Die Ereignisse wiederholen sich. Auch im Schlussdrittel schlägt der EHC Frauenfeld früh zu. Nach einem schnellen Gegenstoss erzielt Jan Zwissler das 1:3.
Im ersten Versuch schiesst Zwissler am Tor vorbei. Die Scheibe kommt allerdings von der Bande zurück und wird zur perfekten Vorlage. Zwissler muss nur noch einschieben.
Die Thuner brauchen nun einen Moment, um sich durchzuschütteln. Zehn Minuten vor dem Ende verpassen die Thuner erneut das praktisch leere Tor, bevor Gugelmann endlich trifft. Beim Weitschuss sieht Frauenfeld-Goalie Bächler unglücklich aus.
Wetli sorgt für die Entscheidung
Die Berner Oberländer setzen nun wie schon am Mittwoch in Lyss zur Aufholjagd an. Allein in den letzten zehn Minuten der Partie donnern 20 Schüsse auf Bächler ein. Das Scheibenglück scheint an diesem Abend aber alles andere als ein Thuner Freund zu sein.
Dey, Fiebiger und Rossel verpassen die grössten Gelegenheiten zum eigentlich überfälligen Ausgleich. Auch in 45 Sekunden doppelter Überzahl will die Scheibe nicht mehr rein. So kommt es, wie es so oft kommt.

52 Sekunden vor dem Ende erzielt Wetli das 2:4 ins leere Tor. Der EHC Frauenfeld nimmt die drei Punkte mit in die Ostschweiz. Die Thuner scheitern an diesem Tag an ihrer Effizienz, können die Niederlage aber verkraften.
Playoff-Start am 21. Februar
Der EHC Thun schliesst die Regular Season auf dem starken vierten Rang ab. An der Spitze sichert sich Seewen den Qualisieg vor Franches-Montagnes und Huttwil.
In den Play-Ins duellieren sich in der ersten Runde Langenthal und Bülach sowie Wetzikon und Lyss. Für die abgeschlagenen Pikes Oberthurgau am Tabellenende ist die Saison vorbei.
Für den EHC Thun startet die heisse Phase am Samstag, 21. Februar. Dann empfangen die Berner Oberländer den EHC Dübendorf zu Spiel eins im Playoff-Viertelfinal.













