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Studie: Fast einer von zehn EU-Bürgern kauft unfreiwillig gefälschte Produkte

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Spanien,

Fast einer von zehn Menschen in Europa hat unfreiwillig Erfahrungen mit dem Kauf gefälschter Produkte aus dem Ausland gemacht.

Gefälschte Luxushandtasche
Gefälschte Luxushandtasche - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • EU warnt vor steigender Zahl falscher Medikamente im Zuge von Corona-Pandemie.

Wie eine gemeinsame Studie des EU-Amts für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ergab, umfassten Fälschungen zuletzt 6,8 Prozent aller EU-Importe - damit gelangt jährlich gefälschte Ware im Umfang von 121 Milliarden Euro in die EU.

Neun Prozent der Europäer hätten angegeben, bereits zum Kauf von Fälschungen verleitet worden zu sein, erklärte das EU-Amt am Dienstag im spanischen Alicante, wo es seinen Sitz hat. Dabei geht die Zahl der Betroffenen je nach Mitgliedstaat stark auseinander: In Bulgarien liegt sie bei 19 Prozent, in Schweden sind es gerade einmal zwei Prozent. Die Produktpalette reicht dabei von Kleidung über Elektronik und gefälschte digitale Inhalte bis hin zu Spielzeug und Wein.

Der Studie zufolge fragte sich ausserdem rund jeder Dritte (33 Prozent) bereits, ob das erworbene Produkt tatsächlich ein Original war. Nun habe die Corona-Pandemie und der damit verbundene Anstieg beim Onlineshopping «ein Schlaglicht auf die Gefahren für Verbraucher geworfen», hiess es weiter. 2020 hätten laut Eurostat 70 Prozent der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger Einkäufe online erledigt. Fälschungen zu erkennen sei angesichts des Umfangs inzwischen problematisch für Verbraucher.

Das EUIPO warnte zudem vor einem Anstieg gefälschter Medikamente und medizinischer Produkte im Zuge der Pandemie. Diese seien eine Gefahr für die Sicherheit und Gesundheit der Bürger.

Einer bereits zum Jahresbeginn veröffentlichten Studie des EUIPO zufolge sind die Hauptherkunftsländer gefälschter Medikamente China und Indien. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur oder auch Hongkong seien als Transitpunkte an diesem illegalen Handel beteiligt, dessen Umfang auf vier Milliarden Euro jährlich geschätzt wird.Gefälschte Produkte erreichen die EU den Angaben zufolge vor allem über den Seeweg.

Anlässlich des Kampfes gegen Produktpiraterie startete das EUIPO zudem eine Sensibilisierungskampagne in allen EU-Ländern und verwies auf die Bedeutung geistigen Eigentums. Darin wird unter anderem in einem kurzen Video zur Vorsicht aufgerufen und geraten, Produkte und Websites genau zu prüfen.

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