Studie

    Studie: E-Autos könnten bei Stabilisierung von Stromnetzen helfen

    AFP
    AFP

    Deutschland,

    E-Autos könnten künftig einen grossen Beitrag zur Stabilität von Stromnetzen leisten.

    E-Auto
    E-Auto - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • V2G-Technologie reguliert Ein- und Ausspeicherung von Strom in E-Autobatterien.

    Das geht aus einer am Dienstag in der britischen Fachzeitschrift «Nature» veröffentlichten Studie hervor. Demnach könnte die Speicherkapazität der gesamten E-Autoflotte helfen, Verbrauchsspitzen auszugleichen.

    Die Netzstabilität ist im Zuge der Umstellung auf erneuerbare Energien in den Vordergrund gerückt. Anders als konventionelle Energieproduzenten wie Kohle- oder Gaskraftwerke ist die Produktion von Solar- und Windanlagen unregelmässig. Bei wenig Sonne und Wind und zugleich hohem Verbrauch könnte es zu Engpässen kommen.

    Mit der Technologie V2G (vehicle to grid), die derzeit entwickelt wird, kann das Laden der Batterien von Elektroautos zeitlich mit der Verfügbarkeit von viel Strom im Netz abgestimmt werden. Zugleich können angeschlossene E-Fahrzeuge gespeicherten Strom in Fällen von Engpässen wiedereinspeisen.

    Mit der zunehmenden Verbreitung von E-Autos könnten die Flotten in den meisten Ländern der Welt bis 2030 ausreichen, um mit ihrer Speicherkapazität die Netze zu sichern, wie der Forscher Chengjian Xu von der Universität Leiden in den Niederlanden berechnet hat. Bis 2050 dürften demnach alleine E-Autobatterien den von der Internationalen Energie-Agentur geschätzten Bedarf an Stromspeichern übersteigen.

    Xu geht in seinen Berechnungen von einer beschränkten Teilnahme aller E-Autobesitzer an einem solchen System aus, denn die Lebensdauer der Batterie würde durch das häufigere Be- und Entladen beeinträchtigt. Auf der anderen Seite könnten die öffentlichen Stellen Anreize schaffen, damit mehr Menschen ihre Autos zwecks Netzstabilisierung zur Verfügung stellen, schlägt der Forscher vor.

    Mehrere Hersteller von E-Autos wie Hyundai und Renault testen bereits die V2G-Technologie in ihren Fahrzeugen. Ein Pilotprojekt gibt es etwa im niederländischen Utrecht. Manche Tesla-Modelle sowie viele Ladegeräte für zu Hause sind ebenfalls V2G-kompatibel.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    661 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN NEWS

    Washington/West Palm Beach
    michael mann
    Los Angeles
    florida
    In Florida
    4 Interaktionen
    Anchorage

    MEHR STUDIE

    csd
    Laut Studie
    Gotthard
    22 Interaktionen
    Laut Studie
    Untersuchung Hautkrebs Patrice Aminati
    6 Interaktionen
    Madrid/Berlin
    11 Interaktionen
    Zürich

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    a
    76 Interaktionen
    Vater warnt
    Mauro Lustrinelli
    42 Interaktionen
    Bundesliga