Chicorée erzielte 2021 einen Umsatz von 153 Millionen Franken. Damit schaffte es die Modekette schon fast wieder auf das Niveau von vor der Corona-Krise.
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Eine Verkäuferin in einer Chicorée-Filiale in Emmenbrücke LU. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Jahr 2021 hat Chicorée den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können.
  • Mit 153 Millionen Franken erreichte man fast wieder den Wert von 2019.
  • 2022 bringt allerdings neue Herausforderungen für die Modekette mit sich.

Die Modekette Chicorée hat ihren Umsatz 2021 nach einem coronabedingten Taucher im Vorjahr wieder deutlich gesteigert. Der Umsatz liegt fast auf dem Niveau des Vorkrisenjahres. Doch 2022 dürfte schwierig werden.

Chicorée legte 2021 beim Umsatz um 13 Prozent auf 153 Millionen Franken zu. In einer Mitteilung vom Mittwoch äusserte sich das Management zufrieden über das erzielte Resultat.

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Das Logo von Chicorée. (Archivbild) - Keystone

«Wir freuen uns sehr, dass wir auch im 2021 den Vorjahresumsatz ausserhalb der erneut angeordneten Filialschliessungen steigern konnten.» So wird CEO Thomas Ullmann zitiert. Der «konzentrierte Fokus auf die Digitalisierung» zusammen mit «Innovationen in allen Abteilungen» hätten das Wachstum vorangetrieben.

Erzielt wurde das Resultat mit total 170 Filialen. Sieben davon sind 2021 neu hinzugekommen. Die Gruppe beschäftigt laut den Angaben über 850 Mitarbeitende.

Chicorée will 2022 weiter wachsen

Im Jahr 2019 hatte der Umsatz mit 159 Millionen Franken nur wenig mehr betragen als im Berichtsjahr 2021. Wegen der angeordneten Schliessungen im Detailhandel sackten die Verkäufe im Coronajahr 2020 allerdings zwischenzeitlich stark ab. Der Umsatz ging auf 135 Millionen Franken zurück.

Für das laufende Jahr will Chicorée weiter wachsen. Gemäss den Angaben will die Gruppe fünf bis zehn neue Filialen eröffnen. Sie sieht vor allem in der Westschweiz dafür noch grosses Potenzial.

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Ein Preisschild in einer Chicorée-Filiale. (Archivbild) - Keystone

Ausserdem startet das Unternehmen 2022 mit dem Verkauf seiner Produkte über das Internet. Die ersten Pakete sollen nun im Frühling das Logistikcenter in Brunegg, AG verlassen. Ursprünglich wäre der Start des E-Commerce bereits im Vorjahr geplant gewesen, doch diverse logistische Herausforderungen hätten den Start verzögert.

Auch im laufenden Jahr dürfte es laut dem CEO Hindernisse geben. Er rechnet mit einem schwierigen Marktumfeld. Bedingt durch Rohstoffpreiserhöhungen, Verzögerungen in der Lieferkette und einer weiterhin eher gedämpften Konsumentenstimmung im Detailhandel.

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