Goldpreis nähert sich nach Korrektur seinem fairen Wert
Der Goldpreis hat sich nach der jüngsten Korrektur erholt. Ein Modell der Commerzbank sieht das Edelmetall wieder nahe seinem fairen Wert.

Der Goldpreis liegt nach Rally und Korrektur wieder näher am langfristigen Modellwert. Laut der «Finanz und Wirtschaft» sehen Commerzbank-Ökonomen das Edelmetall aktuell erstmals wieder als fair bewertet.
Das Modell berücksichtigt mehrere Einflussfaktoren wie Realzinsen, Dollar-Entwicklung, Inflation, Wirtschaftswachstum und Konsumentenvertrauen. Im Februar 2026 wurde Gold demnach noch rund 25 Prozent über dem berechneten fairen Wert gehandelt.
Der Goldpreis hatte Anfang 2026 eine aussergewöhnliche Entwicklung erlebt und neue Rekordstände erreicht. Der «Cash» zufolge lag Gold Ende Januar bei knapp 5600 US-Dollar, Ende 2023 noch bei etwas über 2000 US-Dollar.
Zentralbanken treiben Goldnachfrage
Nach der anschliessenden Korrektur zeigte das Edelmetall zuletzt wieder eine Erholung. Die «Cash» berichtet, dass Gold Anfang August erstmals seit Mitte Juni wieder über 4300 US-Dollar je Feinunze gehandelt wurde.
Die zwischenzeitliche Überbewertung erklären die Commerzbank-Ökonomen laut der «Finanz und Wirtschaft» mit mehreren Unsicherheitsfaktoren. Dazu zählten politische Entwicklungen in den USA, Zweifel an der Rolle des Dollars sowie steigende Staatsschulden in wichtigen Industrienationen.
Auch geopolitische Ereignisse beeinflussten die Nachfrage nach Gold. Das Einfrieren russischer Devisenreserven durch westliche Staaten führte dazu, dass mehrere Zentralbanken zusätzliche Goldkäufe tätigten.
Goldnachfrage der Zentralbanken stützt den Goldpreis
Dabei spielte laut den Commerzbank-Ökonomen die Rolle von Gold als unabhängiger Vermögenswert eine wichtige Rolle. Das Edelmetall ist zudem keinem klassischen Ausfallrisiko ausgesetzt.
Auch die «Finanztrends» verweist auf die anhaltende Nachfrage der Zentralbanken als wichtigen Faktor für den langfristigen Goldmarkt. Die Käufe institutioneller Anleger zählen damit weiterhin zu den prägenden Einflüssen auf die Goldpreisentwicklung.
Zuletzt wirkten sich zudem Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Konflikt auf den Goldpreis aus. Das Edelmetall legte am Donnerstagvormittag um 0,63 Prozent auf rund 4274 US-Dollar je Feinunze zu.
Deutsche Bank sieht weiteres Potenzial für den Goldpreis
Die Deutsche Bank hält an ihrem Kursziel von 4600 US-Dollar je Feinunze für das vierte Quartal 2026 fest. Die Analysten verweisen dabei auf die starke Entwicklung des Goldmarktes seit 2024.
Gleichzeitig weist die Analyse darauf hin, dass kurzfristige Schwankungen beim Goldpreis weiterhin möglich bleiben. Laut der «Finanztrends» liefern verschiedene Bewertungsmodelle zudem unterschiedliche theoretische Werte.

Trotz der jüngsten Erholung liegt der Goldpreis weiterhin unter seinem bisherigen Rekordstand. Seit dem Jahrestief Ende Juni konnte das Edelmetall jedoch wieder deutlich zulegen.















