Goldpreis gibt nach - Auch Silber unter Druck
Der Goldpreis ist auf den niedrigsten Stand seit Anfang April gesunken. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) des Edelmetalls sank zuletzt um 2,1 Prozent auf 4555 US-Dollar.

Auch der Silberpreis ging zurück. Der Preis für eine Feinunze fiel um 6,3 Prozent auf 78,28 Dollar. Zudem gaben auch die Preise von wichtigen Industriemetallen wie Kupfer nach.
Zur Begründung verwiesen Händler auf fehlende Fortschritte im Iran-Krieg. Die Anleger hätten von dem Treffen zwischen dem chinesischen Staatschef Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump in Peking mehr erwartet, hiess es.
Die Ölpreise legten daher zu. Dies schürt Inflationsgefahren, die sich dann auch auf die Geldpolitik der Notenbanken auswirken dürfte.
Der Goldpreis gerät unter Druck, da höhere Leitzinsen die Nachfrage nach Gold dämpfen. Seit Kriegsbeginn Ende Februar haben die geänderten Zinserwartungen die Goldpreise belastet.
Aktuell wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank ihre Zinsen zunächst nicht senken wird. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden Leitzinsanhebungen erwartet. Gold wirft keine laufende Verzinsung ab und verliert damit im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren an Attraktivität.
Der Goldpreis wird zudem durch den gestiegenen Dollarkurs gedrückt. Edelmetalle werden in Dollar gehandelt. Ein höherer Dollarkurs erhöht die Preise für Anleger in anderen Währungsräumen und dämpft die Nachfrage.














