Goldpreis vor den US-Inflationsdaten
Der Goldpreis gerät unter Druck. Am Freitag stehen neue US-Inflationsdaten an, die den Markt erneut bewegen könnten.

Der Goldpreis ist nach den jüngsten US-Arbeitsmarktdaten zunächst deutlich unter Druck geraten. Der «Focus» berichtet von einem zeitweisen Rückgang um fast 100 US-Dollar auf rund 4375 US-Dollar je Feinunze.
Anschliessend konnte sich das Edelmetall jedoch wieder erholen und einen Teil der Verluste ausgleichen. Der Wochenschluss oberhalb von 4400 US-Dollar gilt als wichtiges Signal für die weitere Entwicklung.
Laut der «TradingKey» wurden im August in den USA 162'000 Stellen ausserhalb der Landwirtschaft geschaffen. Die Markterwartung hatte lediglich bei rund 56'000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gelegen.
Stärkere US-Daten setzen den Goldpreis unter Druck
Zudem wurden frühere Beschäftigungszahlen nach oben korrigiert. Die Daten verstärkten dadurch die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September.
Steigende Zinserwartungen können den Goldpreis belasten, weil das Edelmetall selbst keine laufenden Zinsen abwirft. Gleichzeitig zogen dem «Focus» zufolge die Renditen amerikanischer Staatsanleihen und der US-Dollar an.
Jetzt richtet sich der Blick auf die US-Preisdaten dieser Woche. Am Donnerstag werden die Erzeugerpreise und am Freitag die Verbraucherpreise veröffentlicht.
US-Inflation und 4300-Dollar-Marke im Fokus
Damit steht insbesondere der Freitag als möglicher Impulsgeber für den Goldpreis im Fokus. Entscheidend ist dabei, wie die neuen Daten die Erwartungen an die Geldpolitik beeinflussen.
Eine Zinserhöhung könnte für Gold zumindest vorübergehend belastend wirken. Gleichzeitig sei ein entsprechender Zinsschritt bereits mehr oder weniger eingepreist.
Aus charttechnischer Sicht sieht die «TradingKey» die Marke von 4300 US-Dollar als zentrale Unterstützung. Sollte dieser Bereich nicht halten, könnte der Goldpreis laut der Analyse bis etwa 4200 US-Dollar zurückfallen.
Gold zwischen Widerständen und ETF-Zuflüssen
Der wichtige Widerstandsbereich liegt derzeit zwischen 4500 und 4510 US-Dollar. Ein nachhaltiger Anstieg darüber könnte demnach einen erneuten Test der Marke von 4700 US-Dollar ermöglichen.
Auch der «Focus» nennt 4500 und 4600 US-Dollar als wichtige Widerstände für den Goldpreis. Gleichzeitig gilt die Marke von 4200 US-Dollar als mögliche Begrenzung für weitere Rücksetzer.

Seit Ende Juli verzeichneten physisch besicherte Gold-ETFs zudem kräftige Zuflüsse. Am 7. September 2026 um 08:11 Uhr lag der Goldpreis der «Morgenpost» zufolge bei 3778,90 Euro je Feinunze.














