Gericht

    Gericht hebt Annullation der Strafverfolgung von Lafarge auf

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Das Pariser Berufungsgericht hat 2019 eine Anklage gegen Lafarge fallengelassen. Nun wurde die Entscheidung vom Kassationsgerichtshof korrigiert.

    Lafarge
    Die syrische Lafarge-Tochtergesellschaft soll 2013 und 2014 Gelder an islamistische Gruppen gezahlt haben, um ihre Aktivitäten aufrecht zu erhalten. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Kassationsgerichtshof hat das Lafarge-Urteil eines Pariser Gerichts aufgehoben.
    • Dieses hatte 2019 die Anklage gegen den Konzern fallengelassen.
    • Dem Unternehmen werden illegale Aktivitäten in Syrien vorgeworfen.

    Niederlage für Holcim vor der obersten Gerichtsinstanz in Frankreich: Der Kassationsgerichtshof hat ein Urteil des Pariser Berufungsgerichts aufgehoben. Dieses hatte die Anklage wegen der Aktivitäten des früheren französischen Zementherstellers Lafarge in Syrien fallengelassen.

    Dabei ging es um den Vorwurf der «Komplizenschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit». Dies im Rahmen der Ermittlungen zu den Lafarge-Aktivitäten in Syrien bis 2014.

    Ziel: Syrien-Aktivitäten trotz Bürgerkrieg fortsetzen

    Zudem hob das Kassationsgericht auch die Entscheidung des Berufungsgerichts auf, die Anklage wegen «Gefährdung des Lebens anderer» aufrechtzuerhalten. Es verwies diese beiden Fragen zur erneuten Entscheidung an die Untersuchungskammer zurück.

    LafargeHolcim
    Das Logo des Baustoffkonzerns LafargeHolcim. - Keystone

    In dieser im Juni 2017 eröffneten gerichtlichen Untersuchung wurde Lafarge für folgende Taten verdächtigt: 2013 und 2014 soll es über Tochtergesellschaft Lafarge Cement Syria fast 13 Millionen Euro an Terror-Gruppen und Vermittler gezahlt haben. Ziel sei gewesen, die Aktivitäten des Standorts in Syrien aufrechtzuerhalten, obwohl das Land in einem blutigen Bürgerkrieg versank.

    Lafarge soll Zement an IS verkauft haben

    Das Unternehmen wurde ausserdem verdächtigt, Zement aus dem Werk an die Terrorgruppe Islamischer Staat zu verkaufen. Es soll zudem Zwischenhändler bezahlt haben, um Rohstoffe von dschihadistischen Gruppierungen zu beziehen. 2019 hatte das Pariser Appellationsgericht eine entsprechende Anklage jedoch fallen gelassen. Dagegen hatten verschiedene Organisationen jedoch Berufung eingereicht.

    Der französische Lafarge-Konzern fusionierte 2015 mit der schweizerischen Holcim. Der Konzern hiess im Anschluss während mehrerer Jahre offiziell LafargeHolcim. Inzwischen wurde der Namen des Gesamtunternehmens jedoch wieder zu Holcim zurückverwandelt.

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