EU

    EU-Parlament lockert offenbar die Regeln für Verbrenner

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Deutschland,

    Neue Verbrenner und Hybride dürfen offenbar auch nach 2035 verkauft werden. Unterhändler im EU-Parlament haben sich auf Lockerungen verständigt.

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    Wie geht es mit dem Verbrenner in der EU weiter? Ein Kompromiss im Parlament lässt Neuwagen mit Verbrennungsmotor offenbar auch nach 2035 zu. (Symbolbild) - keystone

    Unterhändler von EVP, S&D und Renew Europe haben sich in der Nacht zu Dienstag geeinigt, berichtet die «Welt». Es geht um neue CO2-Vorgaben für Neuwagen mit Verbrenner und Hybridantrieb in der gesamten Europäischen Union.

    Der CO2-Ausstoss von Neuwagen soll bis 2035 nur um 87,5 Prozent sinken. Als Vergleichsjahr gilt 2021, offiziell ist der Kompromiss laut der Zeitung aber noch nicht.

    Findest du es richtig, dass neue Verbrenner auch nach 2035 verkauft werden dürfen?

    Hersteller könnten Verbrenner und Hybridautos auch nach 2035 neu verkaufen und müssten keine Milliardenstrafen fürchten, schreibt «Radio Osnabrück». Setzen Hersteller klimaschonend produzierten Stahl ein, dürfen sie das Ziel um weitere 7,5 Prozentpunkte unterschreiten.

    Berlin und Paris wollen den Verbrenner lockern

    Am Freitag haben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Präsident Emmanuel Macron eine gemeinsame Position verkündet, schreibt die «Welt». Demnach soll das Reduktionsziel ab 2035 von 100 auf 90 Prozent sinken, ohne Ausgleichspflicht für die übrigen zehn Prozent.

    Merz fasste die Einigung mit Paris mit den Worten zusammen: «Das Verbrenner-Aus ist dann damit Geschichte.» Die Vorgaben zum Anteil europäischer Autoteile sollen schrittweise ansteigen.

    Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hält die bisherige Regelung laut der «Welt» für einen Fehler. Er sagte laut seinem Ministerium: «Die Bundesregierung liefert, was sie versprochen hat: eine Korrektur des bisherigen Kurses und mehr Technologieoffenheit.»

    Geteiltes Echo in der Autobranche zum Verbrenner

    Ein Volkswagen-Sprecher nannte den Vorschlag aus Berlin und Paris laut «Welt» ein starkes Signal für Europa. Konkret erklärte der Sprecher: «Der Vorschlag aus Berlin und Paris ist ein grosser Wurf.»

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    Der CO2-Ausstoss von Neuwagen soll bis 2035 nur um 87,5 Prozent sinken. Damit bleibt der Verbrenner offenbar erlaubt. (Symbolbild) - keystone

    Die EU-Kommission regte im vergangenen Dezember an, Neuwagen mit Verbrennungsmotor über 2035 hinaus zuzulassen, schreibt die «Börsen-Zeitung». Parlament und Mitgliedstaaten verhandeln derzeit jeweils getrennt über diese Pläne der Brüsseler Behörde.

    Die drei Fraktionen der Mitte-Plattform müssen das Verhandlungsergebnis laut «Welt» noch beraten. Ohne Zustimmung von Parlament und Mitgliedstaaten kann die Reform nicht in Kraft treten.

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    Kommentare

    User #6399 (nicht angemeldet)

    Heizungsgesetz gekippt, Verbrenner-Aus gekippt. Langsam merkt man dass die grüne Träumerei eine Utopie ist. Wie viele Milliarden hat es gekostet? Konsequenzen? Keine.

    User #1266 (nicht angemeldet)

    Pfui!

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