Elektroautos überholen Verbrenner erstmals in der EU
Elektroautos machen in der EU mehr als ein Viertel aller Neuzulassungen aus und überflügeln damit erstmals reine Verbrenner.

Elektroautos haben im August 2026 in der EU reine Verbrenner klar hinter sich gelassen, wie das «SRF» berichtet. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg auf 27,7 Prozent – rund zehn Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.
Benziner und Diesel kamen zusammen noch auf gut 25 Prozent, wie der europäische Herstellerverband Acea mitteilte, berichtet die «Rhein-Zeitung». Den grössten Marktanteil haben aber nach wie vor Hybride, die inklusive Plug-in-Varianten auf über 44 Prozent kommen.
Auch über die ersten acht Monate des Jahres zeigt sich der Trend deutlich. Der Anteil von Elektroautos stieg laut «SRF» im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund sechs Prozentpunkte auf 21,7 Prozent.
Subventionen als Treiber von Elektroautos
EY-Experte Constantin M. Gall ordnet die Zahlen ein: «Der Aufwärtstrend auf dem europäischen Neuwagenmarkt ist in erster Linie auf die Subventionierung der E-Mobilität zurückzuführen.» Sollten die staatlichen Förderungen auslaufen, werde auch der Absatz von Elektroautos einbrechen, sagte Gall laut der «Rhein-Zeitung».
Elektroautos profitieren zudem von hohen Spritpreisen, die sie gegenüber Verbrennern finanziell attraktiver machen, so das «SRF». Die Gesamtzahl der Pkw-Neuzulassungen stieg in den ersten acht Monaten um 5,3 Prozent auf 7,55 Millionen Fahrzeuge.
Auch für die Gesamtlage bleibt die Einschätzung der Experten laut «Rhein-Zeitung» zurückhaltend. Die konjunkturelle und politische Situation sei schwierig, eine Verbesserung nicht absehbar.
Chinesische Marken auf dem Vormarsch
Chinesische Anbieter konnten ihren gemeinsamen Marktanteil in der EU von 6,2 auf 9,6 Prozent ausbauen, wie das «Autohaus» berichtet. BYD konnte seinen Anteil dabei mehr als verdoppeln, von 0,9 auf 2,4 Prozent.

SAIC Motor mit der Marke MG legte von 1,9 auf 2,2 Prozent zu, Chery Automobile von 0,5 auf 1,5 Prozent. Autobauer wie Volkswagen warnen inzwischen offen vor der wachsenden Konkurrenz aus Fernost.
Der Volkswagen-Konzern verkaufte im Juli und August je rund drei Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr, so das «SRF». Die Hersteller sollten sich laut Experten auf weitere schwierige Jahre vorbereiten und Absatzziele realistisch ansetzen.
















