Elon Musk lässt X-Nutzer über Ryanair-Kauf abstimmen
Elon Musk lässt auf der Plattform X seine Follower zur Übernahme von Ryanair abstimmen. 77 Prozent der rund 900'000 Teilnehmer haben dafür gestimmt.

Elon Musk lässt seine Follower auf der Plattform X über einen möglichen Kauf von Ryanair abstimmen. Der Tech-Milliardär fragte am Montag, ob er die Airline übernehmen sollte, wie das «Handelsblatt» berichtet.
Rund 77 Prozent der etwa 900'000 Teilnehmer votierten für die Übernahme. Die Umfrage ist Teil eines eskalierenden Streits zwischen Musk und Ryanair-Chef Michael O'Leary.
Hintergrund ist die Entscheidung der Airline, kein Starlink-Internet auf ihren Flugzeugen zu installieren, heisst es weiter.
Starlink-Ablehnung löst Streit aus
O'Leary begründet den Verzicht mit massiv steigenden Treibstoffkosten, wie «ZDFheute» meldet. Die externen Antennen würden den Luftwiderstand erhöhen und zusätzliche Kosten von 250 Millionen Dollar verursachen.
Zudem würden Passagiere ohnehin nicht für Internet bezahlen wollen. Musk widersprach dieser Einschätzung scharf und nannte O'Leary «falsch informiert», so die «Berliner Zeitung».
Der Ryanair-Chef konterte und sagte gegenüber dem Radiosender «Newstalk» zu Musk: «Er ist ein Idiot – sehr reich, aber trotzdem ein Idiot.»
Humorvolle Provokation mit Hindernissen
In seiner Umfrage auf X kündigte Musk an: «Ich möchte unbedingt einen Ryan an die Spitze von Ryanair setzen. Es ist euer Schicksal.»
Die Airline wurde nach Mitgründer Tony Ryan benannt, wie das «Handelsblatt» erklärt.
Allerdings dürften nach EU-Regeln nur Europäer Mehrheitseigentümer von Fluggesellschaften in der Union sein. Dies berichtet «Euronews» unter Verweis auf die EU-Luftverkehrsvorschriften.

Als US-Bürger wäre es Musk untersagt, eine Mehrheitsbeteiligung zu erwerben.
Wert von Ryanair liegt bei 30 Mrd. Euro
Der Marktwert von Ryanair liegt bei etwa 30 Milliarden Euro, wie die «FAZ» meldet. Für Musk als reichsten Menschen der Welt wäre dies durchaus erschwinglich.
Musks Umfragen auf X fallen meistens zu seinen Gunsten aus, schreibt das «Handelsblatt». Nicht immer werde aus seinem schrägen Humor auch Ernst.
Allerdings hatte Musk 2017 ebenfalls gefragt, wie viel Twitter kosten würde, wie das «Handelsblatt» betont. Vier Jahre später kaufte er die Plattform für 44 Milliarden Dollar und benannte sie in X um.
















