Elon Musk verschiebt Mars-Mission auf unbestimmte Zeit
SpaceX-Chef Elon Musk ändert radikal die Strategie seines Raumfahrtunternehmens. Statt 2026 zum Mars fokussiert sich SpaceX nun auf den Mond.

SpaceX hat seine langfristige Strategie völlig umgekrempelt, wie «T-Online» meldet. Elon Musk kündigte am Sonntag über X an, dass sein Unternehmen nun eine Stadt auf dem Mond bauen will.
Die für Ende 2026 geplante unbemannte Mars-Mission wird damit auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtet «Onvista».
Die Begründung liefert Musk selbst: Eine Mondstadt lasse sich in weniger als zehn Jahren realisieren. Eine vergleichbare Mars-Stadt würde hingegen über 20 Jahre benötigen, schreibt der «Focus».
Elon Musk: Mars nur alle 26 Monate erreichbar
Der Mars sei nur alle 26 Monate erreichbar, die Reise dauere sechs Monate, so Musk laut «Tagesspiegel». Zum Mond könne man hingegen alle zehn Tage starten, die Reise dauere lediglich zwei Tage.
«Das bedeutet, dass wir beim Bau einer Mondstadt viel schneller vorankommen als beim Bau einer Marsstadt», zitiert «Tagesspiegel» Musk.
Die oberste Priorität sei die Sicherung der Zukunft der Zivilisation. Und der Mond sei schneller, schrieb Musk auf X, wie «Business Insider» berichtet.
Börsenpläne könnten Rolle spielen
Der Strategiewechsel erfolgt zu einem bedeutsamen Zeitpunkt für SpaceX. Vergangene Woche übernahm das Unternehmen xAI, Musks KI-Firma hinter dem Chatbot Grok.
SpaceX wird dabei mit einer Billion Dollar bewertet, xAI mit 250 Milliarden. Ein möglicher Börsengang von SpaceX könnte bereits im Sommer 2026 anstehen.
Für Investoren könnten schnell realisierbare Mondbasen und Rechenzentren attraktiver sein als teure Mars-Missionen, analysiert «T-Online».
NASA übt Druck auf SpaceX aus
Die US-Raumfahrtbehörde NASA ist ein wichtiger Partner im Artemis-Mondprogramm, wie «t3n» schreibt. SpaceX hat einen Vertrag über drei Milliarden Dollar, um Astronauten mit Starship zum Mond zu bringen.

Der frühere NASA-Administrator Sean Duffy äusserte Bedenken über SpaceX' Fortschritt. Die Behörde erwägt alternative Anbieter für das Mondprogramm.
Man könnte auf den Konkurrenten Blue Origin zurückgreifen, falls SpaceX nicht liefern kann. Auch Blue Origin entwickelt im Auftrag der NASA ein Mondlandesystem.
Mars bleibt langfristiges Ziel
Noch im Januar 2025 bezeichnete Musk den Mond als Ablenkung. SpaceX fliege direkt zum Mars, berichtet «t3n». Diese Aussage wirkt nun wie eine ferne Erinnerung an eine andere Strategie.
Musk betont jedoch, dass SpaceX in fünf bis sieben Jahren mit dem Aufbau einer Mars-Stadt beginnen werde, schreibt «T-Online».
Die nächste bemannte Mondlandung ist für Mitte 2027 mit der Artemis-3-Mission geplant. Experten rechnen allerdings mit Verschiebungen, da das SpaceX-Landegerät noch nicht fertig ist, berichtet «Heise».
















