Die Amerika-Töchter von UBS und CS haben den Stresstest der Notenbank bestanden. Deswegen dürfen sie die Gewinne in die Schweiz ausschütten.
UBS
Eine Filiale der UBS in New York. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Amerika-Töchter von UBS und CS bestehen den Stresstest der Notenbank Fed.
  • Dabei wurde geprüft, ob sie über eine krisenfeste Kapitalausstattung verfügen.
  • Der Test ist eine Folge der Finanzkrise 2008.

Die US-Notenbank Fed sieht die wichtigsten Banken der Vereinigten Staaten gut gerüstet für Krisen. Getestet wurden nicht nur US-Institute, sondern auch die Amerika-Töchter der beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse und UBS. Die grössten Geldhäuser in den USA verfügen nach Einschätzung der Notenbank Federal Reserve (Fed) über eine krisenfeste Kapitalausstattung.

Alle 34 Grossbanken bestanden den jährlichen Stresstest der Finanzaufseher, wie die Fed am Donnerstag in Washington mitteilte. Die Aufseher der Notenbank wollen mit dem Härtetest sicherstellen, dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Haushalte bei einem Finanzmarkt-Kollaps nicht abrupt ins Stocken gerät.

CS
Ein Credit Suisse-Gebäude in der US-Metropole New York. - Keystone

Die Stresstests der US-Notenbank sind eine Folge der Finanzkrise von 2008. Sie sollen dafür sorgen, dass Banken für Notlagen gerüstet sind und nicht wieder mit Steuergeld gerettet werden müssen. Dafür untersucht die Fed, ob die Kapitalreserven reichen, um extreme Belastungen wie einen rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit oder einen rapiden Einbruch der Immobilienpreise auszuhalten.

Gewinnausschüttung an Konzernmütter von Test abhängig

Für viele der grossen Banken ist die jährliche Prüfung entscheidend, um in Form von Dividenden oder Aktienrückkäufen Geld an Investoren ausschütten zu können. Ab Montag dürfen sie ihre Kapitalpläne veröffentlichen.

Aufgrund der Corona-Krise hatte die Fed die Bilanzen der Geldhäuser in den vergangenen Jahren besonders penibel überprüft und zeitweise strenge Auflagen zum Erhalt der Geldreserven verhängt. So waren Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen vorübergehend tabu oder an strikte Auflagen gekoppelt.

Anders als bei den US-Rivalen hängen bei Töchtern ausländischer Geldhäuser nicht die Dividenden und Aktienrückkäufe vom Testergebnis ab, dafür aber die Gewinnausschüttungen an ihre Konzernmütter.

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