UBS: Epstein-Komplizin hatte jahrelang Konten bei der Bank
2014 eröffnete Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell mehrere Konten bei der UBS. Auch Jeffrey Epstein selbst erhielt kurzzeitig eine Kreditkarte bei der Bank.

Das Wichtigste in Kürze
- Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell hatte ab 2014 jahrelang Konten bei der UBS.
- Das geht aus den veröffentlichten Epstein-Akten hervor.
- Brisant: Auch Jeffrey Epstein selbst war 2014 kurzzeitig Kunde der UBS.
Durch die Epstein-Akten kommen nach und nach mehr Verbindungen des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters in die Schweiz ans Licht.
Im Verlauf der Woche kam die enge Beziehung zwischen WEF-CEO Børge Brende und Epstein ans Licht. Diese bestand bis 2019, als der Sexualstraftäter inhaftiert wurde und später hinter Gittern verstarb.
Besonders brisant daran: Brende hatte erst im November noch bestritten, etwas mit dem bereits 2008 verurteilten Epstein zu tun gehabt zu haben.
Nun rückt im Zuge der Akten-Veröffentlichungen auch die UBS in den Fokus.
Diese liess Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell 2014 mehrere Konten eröffnen. Und das, obwohl Maxwell bereits 2011 von anderen Banken abgelehnt und zur «Hochrisikokundin» eingestuft wurde.
Maxwell verschob bei der UBS noch Geld, als Epstein bereits in Haft sass
Bis zu 19 Millionen US-Dollar verwaltete die Bank auf ihren Konten, so die Nachrichtenagentur Reuters. Und das, obwohl ihre enge Verbindung zu Jeffrey Epstein damals schon lange bekannt war.
Die Geschäftsbeziehung zwischen Ghislaine Maxwell und der UBS bestand bis ins Jahr 2019. Noch im Juli überwies die Komplizin Epsteins 130'000 Dollar auf ihr Konto. Damals sass Jeffrey Epstein bereits mehrere Wochen in Haft.
Eine Geschäftsbeziehung, die auch beim FBI für Stirnrunzeln sorgte. Im August 2019 erhielt die Bank eine Vorladung vor ein US-Anklagegremium.
Dort musste sie Informationen zu Überweisungen offenlegen. Wann die Konten von Ghislaine Maxwell dann tatsächlich geschlossen wurden, ist aktuell unklar.
Auch Epstein war 2014 kurz Kunde bei der UBS
Und nicht nur das: Auch Jeffrey Epstein selbst besass offenbar kurzzeitig eine Kreditkarte bei der UBS. Obwohl er bereits 2008 wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger verurteilt wurde.
Epstein erhielt die Karte im Jahr 2014, im Jahr, in welchem seine Komplizin Ghislaine Maxwell bei der Bank Konten eröffnete. Doch anders als bei Maxwell reagierte die UBS nach einigen Monaten.
Im September 2014 entzog sie Epstein die Kreditkarte wieder. Die Bank befürchtete «Reputationsrisiken», wie Reuters berichtet.
Warum die UBS die Verbindung zu Epstein überhaupt zuliess und wieso sie die Maxwell-Verbindung nicht eher kappte, ist aktuell unklar. Eine entsprechende Anfrage von Nau.ch liess die Bank unbeantwortet.















