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    UBS betreute Ghislaine Maxwell offenbar bis zur Verhaftung

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Zürich,

    Laut einer US-Verdachtsmeldung blieb die Epstein-Vertraute bis Juli 2020 Kundin der UBS. Die Bank meldete verdächtige Transaktionen über Millionenbeträge.

    Epstein Maxwell UBS
    Hatte jahrelang Konten bei der Bank UBS: Jeffrey Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-UBS führte eine enge Epstein-Vertraute bis 2020 trotz gravierender Vorwürfe weiter.
    • Laut Behörden versteckte sie Millionenvermögen und tätigte verdächtige Transaktionen.
    • Gelder flossen teils an Konten, die von ihrem mutmasslichen Partner kontrolliert wurden.

    Die US-Tochter der UBS führte Ghislaine Maxwell offenbar bis zu deren Verhaftung am 2. Juli 2020 als Kundin. Das berichtet der «Tagesanzeiger» unter Berufung auf eine Geldwäscherei-Verdachtsmeldung, die im Rahmen der sogenannten Epstein-Files vom US-Justizministerium veröffentlicht wurde.

    Bisher war nur bekannt gewesen, dass Maxwell bis mindestens 2019 Kundin war.

    UBS verdächtigt Maxwell, Millionen verschoben zu haben

    In der Meldung verdächtigt die UBS Maxwell, 18,3 Millionen Dollar vor US-Behörden verborgen zu haben. Wörtlich heisst es, dass sie «möglicherweise versucht haben könnte, Vermögenswerte vor den Bundesgerichten zu verstecken».

    Total werden 29 verdächtige Transaktionen zwischen dem 18. Dezember 2014 und dem 10. Juli 2020 genannt. Also bis gut eine Woche nach ihrer Verhaftung.

    Insbesondere flossen Gelder auf Konten bei anderen Banken, die von Scott Borgerson, Maxwells mutmasslichem Ex-Partner, gehalten oder kontrolliert wurden.

    Er wird in der UBS-Meldung auch als Treuhänder mehrerer Trust-Konten von Maxwell bezeichnet. Ob die beiden verheiratet waren, ist offiziell nicht bestätigt.

    Verdächtige Transaktionen fallen in Zeitraum von Schadenersatzklage

    Die Überweisungen fallen in den Zeitraum einer Schadenersatzklage über 50 Millionen Dollar gegen Maxwell. Sie soll dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein über Jahre hinweg Frauen zugeführt haben.

    Eine der Klägerinnen, Virginia Giuffre, hatte Maxwell 2015 wegen Verleumdung verklagt; Der Streit endete aussergerichtlich. Maxwell bezeichnete die Vorwürfe als «nachweislich unwahr» und «offensichtliche Lügen».

    Warst du schon einmal Kunde bei der UBS?

    Die UBS hatte Maxwell 2014 als Kundin akzeptiert, kurz nachdem JP Morgan die Geschäftsbeziehung mit ihr und Epstein beendet hatte. Laut Reuters verwaltete die UBS für Maxwell bis zu 19 Millionen Dollar.

    Epstein selbst wurde von der Bank wegen «Reputationsrisiken» noch 2014 fallengelassen – Maxwell blieb jedoch Kundin.

    2022 wurde Maxwell zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Dass die UBS sie trotz bekannter Vorwürfe bis zu ihrer Verhaftung betreute, dürfte die Kritik an der Bank weiter verstärken.

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    Kommentare

    User #2414 (nicht angemeldet)

    Was anderes erwartet? Geld stinkt nicht sagt die $VP!

    User #1295 (nicht angemeldet)

    Wie sieht es mit Trump etc. aus?

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