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    Brasiliens Soja-Bauern erwarten keinen Exporteinbruch nach Einigung zwischen USA und China

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    Die brasilianischen Soja-Bauern fürchten keinen Einbruch ihrer weltweiten Exporte durch ein Handelsabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China.

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    Sojabohnen aus Brasilien. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Brasilianischer Interessenverband setzt auf steigende Abnahme in Europa.

    Erwartete Absatzverluste der brasilianischen Erzeuger in China könnten durch Zuwächse auf den europäischen Märkten ausgeglichen werden, sagte André Nassar, Präsident des brasilianischen Interessenverbands Abiove, am Mittwoch in Berlin.

    Während des fast zweijährigen Handelsstreits hatte China den Import von Agrarprodukten aus den USA wie Soja, Milch und Früchten mit Strafzöllen belegt. Die Ausfuhren von Soja aus den USA nach China waren daraufhin 2018 um 75 Prozent im Vorjahresvergleich gefallen. Als Zeichen der Entspannung erklärte China dann im September 2019 vorerst den Verzicht auf Soja-Strafzölle.

    Laut Nassar dürfte der wachsende Import von US-Sojabohnen nach China dort zwar den Verkauf brasilianischer Erzeugnisse schmälern. Da US-Landwirte während des Handelskonflikts ihre Produkte vorübergehend stärker in Europa abgesetzte hätten, würden dort künftig wieder Absatzmöglichkeiten für brasilianische Soja-Bauern frei.

    Diesen Trend wird laut Nassar auch das im Juni zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten geschlossene Freihandelsabkommen nicht umkehren. Bereits jetzt gebe es für Soja-Exporte aus Brasilien in die EU keine Zölle. Während China brasilianisches Soja vor allem in Form von Bohnen importiere und dann weiterverarbeite, führe Europa vor allem Soja-Schrot ein.

    Die EU und die Mercosur-Staaten hatten sich Ende Juni nach 20 Jahren Verhandlungen auf ein umfassendes Assoziierungsabkommen zur Bildung der grössten Freihandelszone der Welt verständigt. Zu dem südamerikanischen Wirtschaftsblock gehören Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Das Abkommen muss jedoch noch durch das Europaparlament und die nationalen Parlamente ratifiziert werden.

    Die USA und China wollen am Mittwoch in Washington ein Teilabkommen zur Beilegung zahlreicher Streitpunkte in ihrem seit fast zwei Jahren andauernden Handelskonflikt unterzeichnen. Mit der Vereinbarung sagt China unter anderem zu, mehr US-Güter zu importieren und geistiges Eigentum zu respektieren.

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