EU

    EU setzt auf schrittweise Beseitigung von Handelskonflikten mit den USA

    AFP
    AFP

    Belgien,

    Die EU setzt auf eine schrittweise Beseitigung der Konflikte im Handelsbereich mit den USA.

    US- und EU-Flagge
    US- und EU-Flagge - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Altmaier sieht «historisches Fenster» für Neustart nach der Trump-Ära.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sah dafür am Donnerstag nach einem Treffen der EU-Handelsminister «ein historisches Fenster». Die zugeschaltete US-Handelsbeauftragte Katherine Tai erklärte demnach bei den Gesprächen ein «hohes Interesse», den Konflikt um Strafzölle Washingtons auf Stahl- und Aluminium aus Europa zu lösen.

    Die Minister bereiteten mit ihrem Treffen auch einen Mitte Juni geplanten Gipfel der EU mit US-Präsident Joe Biden vor. Nach den konfliktreichen Jahren unter seinem Vorgänger Donald Trump stehen die Zeichen im beiderseitigen Verhältnis nun in vielen Bereichen wieder auf Entspannung.

    Am Montag verzichtete Brüssel deshalb vorerst darauf, weitere Gegenmassnahmen wegen der US-Strafzölle auf europäischen Stahl und Aluminium zu verhängen. Beide Seiten vereinbarten dabei Gespräche, um bis Jahresende Lösungen für das Problem weltweiter Überkapazitäten bei Stahl zu finden.

    Ein erstes Signal der Entspannung hatte es bereits wenige Wochen nach Bidens Amtsübernahme gegeben. Anfang März setzten beide Seiten Strafzölle im Dauerstreit um Subventionen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing aus.

    Tai habe in den Gesprächen bestätigt, dass auch die USA bis Anfang Juli eine Vereinbarung zu Subventionen für Flugzeugbauer finden wollten, sagte Vize-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis. Er halte dies für «realistisch». Nötig seien aber «Anstrengungen von beiden Seiten».

    Altmaier betonte die Möglichkeit, zusammen mit den USA die globale Handelspolitik wieder «in ruhiges Fahrwasser» zu bringen. Denn dies könne auch «einen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie leisten».

    Darüber hinaus spielten die USA nun wieder eine «sehr konstruktive Rolle» dabei, die Welthandelsorganisation zu reformieren, sagte Altmaier. Er hoffte nun auch auf eine Lösung für die Berufungsinstanz der WTO, die durch die Weigerung der Trump-Regierung, Richterstellen nachzubesetzen, blockiert worden war.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Toni Fritsche
    356 Interaktionen
    Nahe Säntis
    sbb
    3'794 Interaktionen
    Ausgerechnet jetzt!

    MEHR IN NEWS

    Zollikon ZH
    In Zollikerberg ZH
    Rob Jetten
    1 Interaktionen
    Den Haag
    Bern
    Bern

    MEHR EU

    westjordanland eu
    16 Interaktionen
    Konvoi
    Siedler
    29 Interaktionen
    Tel Aviv
    krieg ukraine
    144 Interaktionen
    Brüssel
    14 Interaktionen
    Wegen EU-Entscheid

    MEHR AUS BELGIEN

    selenskyj
    115 Interaktionen
    Brüssel
    eu und schweiz
    27 Interaktionen
    Brüssel
    selenskyj
    48 Interaktionen
    Streit um Waffenruhe
    Eine Luftaufnahme von Riad.
    4 Interaktionen
    Nahost