EU

EU-Kommission schliesst Gespräche zu Freihandel mit Ukraine ab

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Belgien,

Die EU und die Ukraine haben ein neues Freihandelsabkommen zur schrittweisen Marktintegration abgeschlossen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
Laut Ursula von der Leyen sollen Handelsströme gesichert und Solidarität mit der Ukraine gezeigt werden. (Archivbild) - dpa

Die EU-Kommission hat Verhandlungen mit der Ukraine über ein überarbeitetes Freihandelsabkommen abgeschlossen. Mit dem Abkommen soll die Ukraine schrittweise in den EU-Binnenmarkt integriert werden, teilte die EU-Kommission mit. Den Worten von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge sollen zudem Handelsströme gesichert und Solidarität mit dem von Russland angegriffenen Land ausgedrückt werden.

Die Kommission teilte am Montag weiter mit, die EU werde von niedrigeren Zöllen oder einer vollständigen Zollbefreiung profitieren. Die Ukraine werde hingegen bei vielen Produkten in der Lage sein, «weiterhin mindestens die gleichen Mengen wie in den vergangenen Jahren zu exportieren». Zudem habe sich die Ukraine verpflichtet, Schritt für Schritt EU-Standards etwa beim Tierschutz und Pestizideinsatz zu übernehmen.

Im Mittelpunkt des Abkommens stehen landwirtschaftliche Waren. Beide Seiten einigten sich auf bestimmte Kontingente, die zollfrei oder zu besonders günstigen Konditionen importiert und exportiert werden können. Nach Kriegsbeginn hatten sich Bauern – vor allem im Osten der EU – gegen günstige Importe aus der Ukraine gewehrt, weil sie darin eine unverhältnismässige Konkurrenz sahen.

Streit um zollfreie ukrainische Agrarimporte spitzt sich zu

Ihnen waren Ausnahmeregeln, die die EU erlassen hatte, um die ukrainische Landwirtschaft zu unterstützen, ein Dorn im Auge. Die EU hatte rund 100 Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 ukrainische Waren von Einfuhrzöllen ausgenommen. Die Ukraine hat einen vergleichsweise grossen Agrarsektor, der 2023 mehr als sieben Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachte. Zum Vergleich: In Deutschland ist es nicht einmal ein Prozent.

Für Waren wie Weizen, Mais, Zucker, Honig, Geflügelfleisch und Eier aus der Ukraine sollen besonders strenge Vorschriften für den Export in die EU geben. Mit Blick auf Sorgen der Landwirte hatte die EU bereits vergangenes Jahr strengere Importvorgaben für diese Produkte eingeführt.

Beide Seiten müssen das Abkommen noch absegnen. In Brüssel werden nun die EU-Staaten und das Europaparlament über die Einzelheiten des Abkommens informiert. Dann wird die Kommission den EU-Ländern einen formellen Beschluss vorlegen, der von den Staaten angenommen werden muss.

Kommentare

Minimaus

Jetzt noch mehr Nein zum Vertrag mit der EU. Was hat die Ukraine? Wieso ist doch Krieg

User #1402 (nicht angemeldet)

Was hat sie bekommen dafür!... frage nur... und das ohne Rot werden!

Weiterlesen

Ursula Von der Leyen, Karlspreis
33 Interaktionen
Schutz der Freiheit

MEHR IN NEWS

10 Millionen Schweiz Abstimmung
7 Interaktionen
Umfragen
Dortmund
In Dortmund (D)
Faustschlag Lenzburg AG
6 Interaktionen
Deutschland
Sisikon UR

MEHR EU

EU-Verträge
13 Interaktionen
Bern
Präsident
25 Interaktionen
Nach China-Reise
Asyl
38 Interaktionen
Brüssel
Abschiebung Migration
74 Interaktionen
Verschärfung

MEHR AUS BELGIEN

René Repasi
17 Interaktionen
Brüssel
Schengen
27 Interaktionen
Brüssel
1 Interaktionen
Brüssel