WEF: Davos rüstet sich für Trump – schläft er im Goldenen Ei?
Davos und das WEF rüsten sich: Am Mittwoch wird Donald Trump erwartet – mit Rekord-Entourage. Schläft er im Luxusbunker auf einer geheimen Etage?

Das Wichtigste in Kürze
- Am Mittwoch reist US-Präsident Donald Trump ans WEF in Davos.
- Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Nau.ch ist vor Ort.
- Trump soll wieder im «Goldenen Ei» schlafen - dort herrschen die schärfsten Kontrollen.
Ausnahmezustand in Davos: Am Mittwochnachmittag hält Donald Trump am Weltwirtschaftsforum (WEF) seine Rede. Der US-Präsident reist mit der grössten Delegation an, die es am WEF je gab.
Mit in seiner Entourage: Aussenminister Marco Rubio, Handelsminister Howard Lutnick, Energieminister Chris Wright, Finanzminister Scott Bessent. Auch der US-Sondergesandte für die Ukraine, Steve Witkoff, fliegt mit. Und: Trumps Schwiegersohn Jared Kushner (Ehemann von Trump-Tochter Ivanka).

Es ist bereits Trumps dritter Besuch am WEF, in der höchsten Stadt Europas. Erwartet wird, dass seine AirForce One auch dieses Jahr am Flughafen Zürich landet. Und Trump dann per Helikopter nach Davos geflogen wird.
Dort soll er wieder im luxuriösen Hotel Alpengold, im Volksmund das «Goldene Ei» genannt, übernachten. Der Fünf-Sterne-Bunker verfügt über eine Präsidentensuite – und angeblich sogar eine geheime Etage.
Nau.ch ist vor Ort – und beobachtet die strengsten Kontrollen vor dem Trump-Hotel. Denn hier gilt: Sperrzone!
Die Kontrollstelle (die Berner Kapo) ist mit einem Grossaufgebot schon frühmorgens da. Und kontrolliert jedes Auto, das zum Hotel fahren will, genaustens. Man schaut sogar unters Auto.

Bei Trumps Besuch stehen die Schweizer Polizeikräfte in engem Austausch mit dem Secret Service, Trumps Schutzbehörde.
Sicherheit wird am WEF grossgeschrieben: Über 400 Personen haben einen speziellen Schutzstatus – ein Rekord, so die Bündner Kantonspolizei. Kostenpunkt: Neun Millionen Franken.

Denn über 60 weitere Staatsoberhäupter sind angemeldet. So auch Wolodymyr Selenskyj, Emmanuel Macron und Friedrich Merz.

Nebst der Kantonspolizei Graubünden beteiligen sich sämtliche Schweizer Kantone am Polizeieinsatz am WEF. Dazu kommen rund 5000 Armeeangehörige.
Trump und Grönland im Fokus
Beim WEF 2026 steht der Name Donald Trump im Mettelpunkt. Der US-Präsident sorgt nicht nur mit seiner Präsenz für Schlagzeilen, sondern auch wegen eines ganz besonderen politischen Begehrens: Grönland.

Trump hat wiederholt betont, dass die USA die strategisch wichtige Insel um jeden Preis sichern wollen. Was bei den europäischen NATO-Partnern auf scharfe Ablehnung stösst.
Dänemark kommt nicht – wegen «Terminproblemen»
Die Situation spitzt sich weiter zu, weil Dänemarks Wirtschaftsminister Morten Bødskov seine Teilnahme in Davos kurzfristig abgesagt hat. Als einziger offizieller Vertreter Dänemarks beim WEF hatte man erwartet, dass er Stellung beziehen würde.
Offiziell nennt er «Terminprobleme» als Grund.
WEF-Chef Børge Brende bezeichnet das diesjährige Treffen als das komplexeste geopolitische Forum seit 1945.
Anwohner spüren Trumps Einfluss
Auch für die Einwohner von Davos ist das WEF 2026 spürbar anders. Trump sorgt für Nervosität und Aufsehen, wie sie in der Nau.ch-Umfrage verraten.
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«Es ist hochinteressant und spannend wie immer», sagt Anwohnerin Claudia. «Alle sind in den Startlöchern.» Doch sie merkt an: «Die Situation ist angespannt und verhalten dieses Jahr. Man ist zurückhaltender.»
Auch Gabi ist skeptisch: «Ich befürworte nicht, was Trump macht.» Und manche, wie Margrit, ziehen sich lieber ganz zurück: «Ich versuche, möglichst nicht aus dem Haus zu gehen.»












