WEF-Chef Børge Brende besuchte Epstein bis 20 Tage vor Verhaftung
Noch im November spielte WEF-Chef Børge Brende seine Beziehung zu Jeffrey Epstein herunter. Details aus über 100 Nachrichten bringen ihn nun in Schwierigkeiten.

Das Wichtigste in Kürze
- Børge Brendes Beziehung zu Jeffrey Epstein ist enger als bisher bekannt.
- Zahlreiche Chatverläufe zeigen, dass sich die beiden mehrmals trafen und gut verstanden.
- Dies könnte Brende nun den Job kosten, insbesondere weil er die enge Beziehung verschwieg.
Über 100 Nachrichten – und trotzdem bestritt WEF-Chef Børge Brende seine Verbindung zu Jeffrey Epstein.
Die beiden Männer hatten intensiveren Kontakt als bisher bekannt. Da Børge Brende dies offenbar nicht zugeben wollte, wird er wohl stark in die Kritik geraten.
Die zahlreichen SMS-Nachrichten zeigen eine freundschaftliche Beziehung zwischen den Männern.
Im November 2025 hatte Brende, Chef des Weltwirtschaftsforums (WEF) gegenüber der norwegischen Zeitung «Aftenposten» noch behauptet: «Ich hatte nichts mit Jeffrey Epstein zu tun». Diese Aussage wird ihm nun wohl zum Verhängnis.
Wusste Brende von Epsteins Machenschaften?
Ein besonders brisantes Detail an der Freundschaft zwischen dem Sexualstraftäter und dem WEF-Chef: Nur 20 Tage vor Epsteins Verhaftung im Juli 2019 war Brende bei Epstein zu Hause, schreibt die «Aargauer Zeitung».
Brende feierte bei Epstein Geburtstag
2018 feierte Brende seinen 53. Geburtstag – bei Epstein zu Hause. Wie schon bei anderen Treffen war auch Trump-Berater Steve Bannon vor Ort.
Dass die beiden Männer eine enge Beziehung pflegten, zeigt eine Nachricht, in der Brende «Miss you», ich vermisse dich, schrieb.
Die beiden schrieben auch übers WEF
Besonders problematisch sind Brendes Gespräche mit Epstein über die WEF-Strategie. Hinter dem Rücken seines Arbeitgebers diskutierte er mit dem verurteilten Sexualstraftäter über die Positionierung des Weltwirtschaftsforums. Auch an diesen Gesprächen war Steve Bannon beteiligt.

In einem internen Mail an den WEF-Stiftungsrat vom 1. Februar 2026 bezeichnete Brende Epstein als «Monster». Das Mail liegt der «Schweiz am Wochenende» vor. Brande behauptete darin, das Ausmass seiner Kontakte beschränke sich auf «drei Nachtessen» und «wenige E-Mails und SMS».
Brendes «dreifach Lügen»
Ein WEF-Insider spricht von dreifachen Lügen. Erst habe Brende bestritten, Epstein zu kennen. Dann habe er die Kontakte als «wenige» heruntergespielt. Schliesslich habe er versichert, nichts von Epsteins Vergangenheit gewusst zu haben.
Dokumente zeigen jedoch, dass Epstein selbst Brende über seine dunkle Vergangenheit informiert hatte. Epstein schickte ihm einen Link zu einem Artikel über seine Verurteilung. Epstein hatte sich 2008 schuldig bekannt, Minderjährige zur Prostitution angeworben zu haben.
Tritt Brende bald zurück?
Ein WEF-Insider erklärt: «Einen Lügner an der Spitze will und kann sich das WEF nicht leisten». Die Lügenvorwürfe gegen Brende dürften kaum zu entkräften sein und beschädigen das Ansehen der Organisation.
In diesem Zusammenhang untersucht die Zürcher Kanzlei Homburger die Epstein-Affäre im Auftrag des Stiftungsrats. Die Untersuchung soll in zwei Wochen vorliegen. Am WEF-Sitz in Cologny rechnen einige damit, dass Brende noch vorher zurücktritt.

















