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    Untersuchung soll Beziehung von WEF-CEO Brende zu Epstein klären

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Prättigau,

    Das Weltwirtschaftsforum leitet eine unabhängige Untersuchung gegen seinen CEO Børge Brende ein. Es geht um die Klärung von dessen Beziehungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Anlass sind jüngste Enthüllungen über Brendes Teilnahme an drei Arbeitsessen mit dem 2019 verstorbenen, wegen Pädophilie verurteilten Finanzier sowie Mail- und SMS-Verkehr.

    Brende
    Borge Brende ist CEO des Weltwirtschaftsforums WEF. - keystone

    Das Weltwirtschaftsforum (WEF) betonte auf Anfrage von Keystone-SDA, die Entscheidung für die Untersuchung unterstreiche «das Bekenntnis des Forums zu Transparenz und zur Wahrung seiner Integrität». Zugleich kooperiere Brende bei der Überprüfung und unterstütze sie, da er sie selbst beantragt habe; er werde seine Aufgaben als Präsident und CEO weiterhin wahrnehmen. «Unser Ziel ist es, diese Angelegenheit umsichtig und effizient zu behandeln», schrieb das WEF.

    Brende selbst erklärte, er habe 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung vom ehemaligen norwegischen Vize-Ministerpräsidenten und Uno-Gesandten für den Nahen Osten und Nordafrika, Terje Rød-Larsen, erhalten, «sich ihm zu einem Abendessen mit einer Person anzuschliessen, die als US-amerikanischer Investor, Jeffrey Epstein, vorgestellt wurde».

    An diesem Treffen hätten auch mehrere weitere Führungspersönlichkeiten teilgenommen. Im darauffolgenden Jahr habe er an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teilgenommen, gemeinsam mit weiteren Diplomaten und Wirtschaftsvertretern.

    Diese Abendessen sowie einige E-Mails und SMS hätten «den gesamten Umfang des Kontakts dargestellt», erklärte Brende weiter. Er habe keinerlei Kenntnis von Epsteins Vergangenheit und kriminellen Aktivitäten gehabt.

    «Hätte ich seinen Hintergrund gekannt, hätte ich die ursprüngliche Einladung abgelehnt sowie jede weitere Einladung zu Abendessen oder andere Kommunikationsformen», sagte Brende. Der WEF-CEO räumte ein, er hätte «eine gründlichere Überprüfung von Epsteins Vergangenheit durchführen können» und bedauere, dies nicht getan zu haben.

    «Ich bin weiterhin entschlossen, aus dieser Erfahrung zu lernen, und begrüsse die bevorstehende unabhängige Untersuchung», liess er sich in der Mitteilung des WEF zitieren. Weitere Kommentare zur Sache wollen weder das WEF noch Brende selber abgeben, wie es weiter hiess. Dies, bis die Überprüfung durch einen externen Rechtsbeistand abgeschlossen sei.

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    Kommentare

    User #4124 (nicht angemeldet)

    Ab in den Knast ohne Luxus!!! Thema beendet

    edelweisz

    Jeffrey Epstein war über Jahrzehnte ein bekanntes Gesicht auf dem WEF in Davos. Sein Name tauchte in der Vergangenheit regelmässig auf Gästelisten des WEF auf. Epstein nutzte das WEF gezielt, um hochrangige Personen kennenzulernen. Børge Brende, Präsident und CEO des WEF, hatte seine Kontakte zu Epstein stets abgestritten. Erst nach Veröffentlichung der Beweise, bestätigte er die doch häufigen Treffen und Mail-Verkehr. WEF Spitze bitte abtreten.

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