Trump über Grönland: «Es wird erledigt werden!!!»

Keystone-SDA
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USA,

Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump Dänemark erneut vorgeworfen, nicht genug gegen die Bedrohung der arktischen Insel durch Russland zu tun. Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato Dänemark vor der «russischen Bedrohung», schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. «Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!» Trump liess offen, welche konkreten Schritte er meint.

ARCHIV - US-Präsident Donald Trump zeigt auf einen Reporter, der ihm eine Frage stellt. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
ARCHIV - US-Präsident Donald Trump zeigt auf einen Reporter, der ihm eine Frage stellt. Foto: Evan Vucci/AP/dpa - Keystone/AP/Evan Vucci

Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass sich die USA die Insel einverleiben wollen – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Bereits zuvor hatte Trump gewarnt, dass ansonsten Russland oder China das strategisch wichtige Territorium in der Arktis übernehmen würden. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark.

Am Samstag hatte Trump Strafzölle gegen Deutschland und weitere Nato-Länder angekündigt. Anstoss hatte er unter anderem an deren gemeinsamer militärischer Erkundungsmission auf Grönland genommen. Seither befindet sich Europa auf Kollisionskurs mit den Vereinigten Staaten. Bei einem Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende der Woche dürfte es auch um die milliardenschweren Gegenmassnahmen gehen, die der EU als Handelsoption zur Verfügung stehen.

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Kommentare

User #5926 (nicht angemeldet)

Ich hoffe, die trägen EU-Politiker werden langsam begreifen, worum es den USA wirklich geht. Anstatt der Tatsache Rechnung zu tragen, dass wir mitten in einem Prozess der globalen Machtaufteilung (USA-China-Russland-Südostasien) sind und Trump und seine Politstrategen hier vor allem strategisch denken, strategisch denken m ü s s e n, reden die unbedarften EU-Politiker nur von Trumps imperialen Gelüsten, vom Völkerrecht und von einem möglichen Bruch der Nato. Mit Verlaub: In diesen Zeiten heizt man keine Konflikte hoch, sondern versucht als Mittelmacht, mittels Alternativ-, Gegen- und Kompromissangeboten mit den USA und anderen Ländern die Lage zu entschärfen.

User #5926 (nicht angemeldet)

Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato Dänemark vor der russischen Bedrohung Grönlands. Das ist richtig: Die NATO fordert schon länger eine stärkere Überwachung der Arktis und schätzte Grönland zunehmend als sicherheitskritisch ein. Dänemark hat daraufhin vage angekündigt, die Verteidigungsausgaben für die Insel um „Milliarden zu erhöhen“. Bis heute ist wenig passiert und diese kleine eher schwache EU-Land ist damit auch eher überfordert. Die USA hat deshalb recht, nun Druck zu machen, denn die Weltlage ist kein Rosengarten mehr.

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