Alois Zwinggi leitet vorübergehend das WEF nach Brendes Rücktritt
Alois Zwinggi übernimmt interimistisch die Leitung des WEF. Der Luzerner folgt auf Borge Brende und führt die Organisation vorübergehend.

Alois Zwinggi ist zum interimistischen Präsidenten und CEO des Weltwirtschaftsforums WEF ernannt worden. Der bisherige Chef Børge Brende war zuvor zurückgetreten, wie «Reuters» meldet.
Der 64‑jährige Schweizer aus Willisau übernimmt die Führung der einflussreichen Organisation vorübergehend. Ein dauerhafter Nachfolger soll noch gefunden werden, wie aus der Mitteilung des Forums hervorgeht.
Zwinggi ist seit 2010 Mitglied des Managing Boards des WEF. Er leitet das Gremium als verantwortliches Exekutivorgan, das die operativen Aufgaben des Forums steuert, schreibt die offizielle WEF‑Webseite.
Zwinggi übernimmt WEF nach Brendes Rücktritt wegen Epstein-Enthüllungen
Er studierte an der Universität St. Gallen und der Harvard Business School. Vor seinem Eintritt beim WEF arbeitete er mehr als zwanzig Jahre in verschiedenen Führungspositionen in der internationalen Bauindustrie.
Der Wechsel an der Spitze folgt laut «Reuters» auf den Rücktritt von Brende. Er habe nach Offenlegungen über frühere Kontakte zu Jeffrey Epstein sein Amt niedergelegt, wie mehrere Agenturen berichten.
Ein unabhängiger Review habe keine zusätzlichen Probleme festgestellt. Brende habe erklärt, er wolle nicht, dass diese Angelegenheit die Arbeit des Forums beeinträchtigt, hiess es in der Mitteilung.
Zwinggi soll WEF stabil durch Übergangszeit führen und Kontinuität sichern
In einer gemeinsamen Erklärung der Co‑Vorsitzenden Andre Hoffmann und Larry Fink wird Zwinggi als stabilisierende Kraft beschrieben. Er soll das WEF durch die Übergangszeit führen bis ein dauerhafter CEO ernannt wird.
Zwinggis Rolle gilt als bedeutend, weil er als einziger Vertreter aus dem Heimatland in der obersten Führungsebene des WEF wirkt. Er verwies auch in früheren Jahren auf eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und Mitgliedern, so Medienberichte.

Sein Mandat sei nun darauf ausgerichtet, Kontinuität zu gewährleisten und das Tagesgeschäft des Weltwirtschaftsforums abzusichern, schreibt «Reuters».












