Weil der Präsenzunterricht an den Hochschulen ausfällt, fehlen den Studierenden wichtige Kenntnisse für ihre spätere berufliche Laufbahn.
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An Schweizer Universitäten, wie hier an der Uni Freiburg, wurde der Präsenzunterricht eingestellt. (Archivbild) - Universität Freiburg

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit über einem Jahr werden Studenten grösstenteils im Homeoffice unterrichtet.
  • Die Studierenden versäumen dadurch essenzielle Kurse und Praktika.
  • Die Verbände fordern nun eine Verlängerung der Studienzeit.

Die Einstellung des Präsenzunterrichts und die Homeoffice-Pflicht erschweren die Arbeit von Studierenden und Angestellten an Schweizer Hochschulen. Abschlussarbeiten und Praktika werden verzögert oder völlig lahmgelegt. Studierenden-Verbände fordern deshalb Verlängerungen von Studienzeiten und Stipendien.

In einer gemeinsamen Mitteilung wird erklärt, dass wissenschaftliches Arbeiten durch Corona-Massnahmen weitgehend behindert und zeitweise ganz blockiert werde. Das Communiqué veröffentlichten der Verband der Schweizer Studierendenschaften, die Gewerkschaft VPOD und der Verband der Forschenden an Universitäten und ETH.

Sie verweisen auf Schliessungen von Archiven, Zugangsbeschränkungen zu Bibliotheken und Laboratorien, Absage von Kolloquien und Verbote internationaler Reisen. Besonders für Studierende gegen Ende des Studiums sei es schwierig, die geforderten Arbeiten innerhalb der gesetzten Fristen zu erledigen.

Essenzielle Ausbildungen fehlen

Für Forschende hätten zu 80 Prozent befristete Anstellungen. Für sie sei es unmöglich, ihre Projekte, die für ihre weitere Laufbahn essenziell seien, vor dem Ende ihres Vertrages abzuschliessen.

Stipendien und finanzielle Beiträge müssten dementsprechend verlängert werden. Den Angestellten mit befristeten Arbeitsverhältnissen müsse eine Verlängerung der Anstellung um mindestens ein Jahr gewährt werden, schreiben die drei Verbände.

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