Der Oberwalliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy wird neuer Präsident der Mitte-Fraktion im Bundeshaus. Er sitzt seit zwei Jahren im Nationalrat.
Der neue Fraktionspräsident der Mitte, Philipp Matthias Bregy, hier im September 2020 noch als CVP-Nationalrat am Rednerpult. (Archivbild)
Der neue Fraktionspräsident der Mitte, Philipp Matthias Bregy, hier im September 2020 noch als CVP-Nationalrat am Rednerpult. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mitte-Fraktion im Bundeshaus hat einen neuen Präsidenten.
  • Der Oberwalliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy tritt das Amt an.
  • Er übernimmt die Nachfolge von Andrea Gmür-Schönenberger.

Der Oberwalliser Nationalrat Philipp Matthias Bregy wird neuer Präsident der Mitte-Fraktion im Bundeshaus. Er tritt die Nachfolge der Luzerner Ständerätin Andrea Gmür-Schönenberger an der Spitze der drittstärksten Fraktion im Bundesparlament an.

Der 42-jährige Jurist Bregy aus Naters VS war der Erste, der öffentlich sein Interesse am Fraktionspräsidium signalisierte. Er sitzt seit zwei Jahren im Nationalrat und hatte die Nachfolge von Bundesrätin Viola Amherd angetreten. Er blieb nach dem Verzicht des Zürcher Nationalrats Philipp Kutter der einzige Kandidat.

Bregy ist Zentralpräsident von Redog

Bregy ist Mitglied der Rechtskommission und der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen sowie Stellvertreter in der Immunitätskommission. Er ist Zentralpräsident von Redog, dem Schweizerischen Verein für Such- und Rettungshunde, und Vorstandsmitglied des Hauseigentümerverbands. Zudem ist er Aufsichtsrat respektive Verwaltungsrat in mehreren Energiefirmen.

Als Walliser liegen ihm die Interessen der Berg- und Randregionen am Herzen. So hatte er sich etwa für die Offenhaltung der Skigebiete während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Philipp Matthias Bregy Amherd
Der Walliser Mitte-Nationalrat Philipp Matthias Bregy. (Archivbild) - Keystone

Die Wahl eines neuen Fraktionspräsidenten war nötig geworden. Dies, weil die Luzerner Ständerätin Gmür-Schönenberger nach gut einem Jahr an der Spitze der Fraktion zurückgetreten war. Sie wolle sich künftig auf ihre Aufgabe als Ständerätin konzentrieren, begründete sie im März ihren Entscheid.

Gmür-Schönenberger hatte Anfang 2020 die Nachfolge von Ständerat Filippo Lombardi (CVP/TI) angetreten. Dieser hatte die Wiederwahl bei den eidgenössischen Wahlen 2019 verpasst.

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