Anti-WEF-Demo in Zürich: Polizei setzt Wasserwerfer ein

    Nico Leuthold
    Nico Leuthold, Redaktion

    Zürich,

    Am Montagabend kam es in Zürich zu einer Anti-WEF-Demo mit über 1000 Personen. Im Anschluss kam es zu einer Eskalation, die Polizei setzte Zwangsmittel ein.

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    Bei einer Nachdemo nach der Anti-WEF-Kundgebung kam es zu Ausschreitungen. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Zürich findet derzeit eine bewilligte Anti-WEF-Demonstration statt.
    • Über 1000 Personen sind Teil der Demo.
    • Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.

    Anlässlich des am Montag gestarteten Weltwirtschaftsforum und Donald Trumps Besuch kam es am Abend zu einer grossen Demonstration. Um 18.30 Uhr versammelten sich die Menschen, um 19 Uhr zog der Zug. Begleitet wurde die Demonstration von einem Grossaufgebot der Polizei.

    Im Nachgang sprach die Polizei von «einigen Tausend Teilnehmern», die Organisatoren von 3000.

    Die Demonstration forderte das Ende des WEF, der Oligarchie und der «imperialistischen Kriege». Sie zog durch die Stadt und blieb lange Zeit relativ friedlich. Auf der Bahnhofstrasse wurden Fenster eingeschlagen, während der gesamten Demo Gebäude verunstaltet.

    Nach der Demonstration teilte die Polizei mit, sie sei mit Feuerwerkskörpern beworfen worden. Zwei Polizisten seien von Steinen getroffen, aber nicht verletzt worden. Berichte über verletzte Demonstranten würden nicht vorliegen.

    Eine Sanitätsgruppe der Demonstrierenden hingegen berichtet von Verletzten in ihren Reihen.

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    Die Polizei setzt einen Wasserwerfer ein. - Nau.ch

    Nach 21 Uhr blockierte eine nicht bewilligte Nachdemonstration dann die Kreuzung Lagerstrasse / Kasernenstrasse. Beim Stauffacher legen die Chaoten Abfalleimer auf die Bahngleise, um den ÖV aufzuhalten. Einige Müllcontainer wurden in Brand gesetzt.

    Auch auf Anweisung der Polizei entfernten sie sich nicht. In der Folge setzte die Polizei einen Wasserwerfer ein. Die Demonstranten werden eingekesselt.

    In der Folge zog sich die Demonstration auf den Helvetiaplatz zurück, die Polizei hält sich derweil im Hintergrund. Gegen 23 Uhr löste sich die Demo grösstenteils auf.

    Nach der Besammlung um circa 18.30 Uhr setzte sich lange Zug, angeführt von Vermummten mit Plakaten und Fackeln, in Bewegung. Die Demonstranten teilen mit, dass Trump nicht willkommen sei. Man wolle «kein WEF, keine Oligarchie, keine imperialistischen Kriege».

    Übergrosse Palästina-Flagge

    Auf der Uraniastrasse liessen die Demonstranten eine übergrosse Palästina-Flagge von einer Brücke herunter.

    Der Demonstrationszug ist mittlerweile an der Bahnhofsstrasse angekommen. Dort ist es zu Sachbeschädigungen gekommen: Beim Cadillac-Showroom wurden sämtliche Scheiben eingeschlagen.

    Auch mehr als zwei Stunden nach Beginn des Umzugs ist die Kasernenstrasse bei der Sihlpost weiterhin blockiert. Zahlreiche Demonstranten haben sich aufgestellt, die Polizei ist vor Ort. Sie gab den ihnen zu verstehen, dass die Kreuzung um 21.18 Uhr frei sein müsse. Doch auch nach Ablauf der Frist wartete die Polizei noch zu, drohte aber mit dem Einsatz polizeilicher Zwangsmassnahmen, dann folgte die Eskalation.

    Polizei
    Die Stadtpolizei ist im Einsatz. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Aufgerufen zur «Smash-WEF»-Demonstration hatte die linke Organisation «Bewegung für den Sozialismus». Unter Trump kehre die US-Aussenpolitik zur Kanonenboot-Diplomatie zurück, schreiben die Veranstalter auf ihrer Webseite. Trumps Besuch am WEF sei Ausdruck und Symbol der krisengeprägten politischen Lage.

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    Kommentare

    User #2619 (nicht angemeldet)

    Na ja, im Vergleich zu anderen Ausgabenposten schlimmstenfalls eine Bagatelle. Stadthaus live!

    User #5268 (nicht angemeldet)

    Kann ich strafanzeige stellen gegen die SP , Linke ZH Stadt regierung ,wegen vandalismus. Kein ei ziger Chaot muss federn lassen für sein verhalten, nicht mal 1 woche knast

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