Über 1000 Personen an Anti-WEF-Demo in Zürich

Am Montagabend kommt es in Zürich zu einer bewilligten Anti-WEF-Demonstration. Der Hauptgrund ist der Besuch des US-Präsidenten Donald Trump.

Zürich
Am Montagabend ziehen über 1000 Personen im Rahmen einer bewilligten Anti-WEF-Demo durch Zürich. - Nau.ch/Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich findet derzeit eine bewilligte Anti-WEF-Demonstration statt.
  • Über 1000 Personen sind Teil der Demo.
  • Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat heute begonnen. Bis am Freitag treffen sich über 60 Staatsoberhäupter im Bündnerland.

Am Mittwoch reist auch US-Präsident Donald Trump ans WEF. Dort hält er um 14.30 Uhr eine rund einstündige Rede.

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Mit Fackeln ziehen die Anti-WEF-Demonstranten durch Zürich. - Nau.ch

Deshalb ruft eine breite Koalition aus linken Organisationen am Eröffnungstag des WEF zu einer Demo in Zürich gegen Trump und das WEF auf. Die Besammlung der Demo-Teilnehmenden ist um 18.30 Uhr auf dem Bürkliplatz geplant.

Wie ein Nau.ch-Reporter berichtet, sind bereits über 1000 Personen Teil der Anti-WEF-Demonstration. Die Stadtpolizei Zürich ist mit einem Grossaufgebot vor Ort.

Der lange Zug setzte sich, angeführt von Vermummten mit Plakaten und Fackeln, in Bewegung. Die Demonstranten teilen mit, dass Trump nicht willkommen sei. Man wolle «kein WEF, keine Oligarchie, keine imperialistischen Kriege».

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An der Anti-WEF-Demo wird auch einer übergrosse Palästina-Flagge gezeigt. - Nau.ch

Auf der Uraniastrasse liessen die Demonstranten eine übergrosse Palästinaflagge von einer Brücke herunter.

Der Demonstrationszug ist mittlerweile an der Bahnhofsstrasse angekommen. Dort ist es zu Sachbeschädigungen gekommen: Beim Cadillac-Showroom wurden sämtliche Scheiben eingeschlagen.

Polizei
Die Stadtpolizei ist im Einsatz. - Nau.ch/Nico Leuthold

Derzeit ist die Bahnhofstrasse in Zürich gesperrt. Normalerweise führt die Route vom Bürkliplatz via Limmatquai und Rudolf-Brun-Brücke weiter in Richtung Kreis vier.

Aufgerufen zur «Smash-WEF»-Demonstration hatte die linke Organisation «Bewegung für den Sozialismus». Unter Trump kehre die US-Aussenpolitik zur Kanonenboot-Diplomatie zurück, schreiben die Veranstalter auf ihrer Webseite. Trumps Besuch am WEF sei Ausdruck und Symbol der krisengeprägten politischen Lage.

Kommentare

User #1116 (nicht angemeldet)

Donald Trump ist der erste US-Präsident, der in einem Strafprozess angeklagt wurde. Die Anklage warf ihm vor, Geschäftsunterlagen im Zusammenhang mit Geldzahlungen gefälscht zu haben. Am 30. Mai 2024 wurde der Angeklagte durch die Jury in allen 34 Anklagepunkten für schuldig befunden. Gar nicht zu reden, das Trump zum Sturm aufs Capitol aufgerufen hat, das 5 Menschen das Leben gekostet hat und Amerika an den Rand eines Bürgerkrieges gebracht hat. Auch gab es mehr Arbeitslosigkeit während seiner ersten Amtszeit. Als unmittelbare Folge der Ereignisse kamen fünf Menschen ums Leben. Zahlreiche Personen wurden verletzt, darunter 140 Polizisten. Den Gewaltakten war am späten Vormittag des 6. Januar eine Protestversammlung in der Nähe des Weißen Hauses vorausgegangen. Als unmittelbare Folge der Ereignisse kamen fünf Menschen ums Leben.

User #606 (nicht angemeldet)

Die Erzählung vom „Friedenspräsidenten“ ist daher weniger eine vollständige Bilanz als vielmehr eine politische Deutung, die sich auf das Fehlen neuer Großkriege konzentriert und andere militärische Handlungen herunterspielt. Sie zeigt, wie stark politische Bewertungen davon abhängen, was man zählt – und was man bewusst nicht erwähnt.

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