Junge Grünliberale beschliessen Ja-Parole für «Ehe für alle»

Keystone-SDA
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Bern,

Am 26. September wird in der Schweiz über die «Ehe für alle» abgestimmt. Die Jungen Grünliberalen haben nun die Ja-Parole beschlossen.

Ehe Ständerat
Zwei Männer halten Händchen: Die zivile Ehe ist auch für homosexuelle Paare möglich. Aber nicht alle wollen heiraten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Jungen Grünliberalen haben einstimmig die Ja-Parole zur «Ehe für alle» gefasst.
  • Über die Gesetzesvorlage wird am 26. September entschieden.

Die Jungen Grünliberalen (JGLP) haben an ihrer Online-Mitgliederversammlung am Samstag einstimmig die Ja-Parole zur «Ehe für alle» gefasst. Über die Gesetzesvorlage zur Einführung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare wird nach Einreichung des Referendums am 26. September an der Urne entschieden.

Für die JGLP sei die «Ehe für alle» ein «klarer und längst überfälliger» Schritt in Richtung Gleichberechtigung für die LGBTQIA+-Community, hiess es in einer Mitteilung der Partei. Die Gesetzesvorlage geht auf einen Vorstoss der Berner GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy von 2013 zurück.

Nächster Schritt ist Adoption für alle Paare

Die JGLP werde sich auch in Zukunft für die Gleichstellung aller Bürgerinnen und Bürger einsetzen, schrieb die Jungpartei. Ein nächster Schritt sie die Öffnung der Adoption für alle Paare, egal welcher sexuellen Orientierung sie angehören würden.

Ehe für alle
Der Gerichtshof stärkte damit einem polnischen Paar den Rücken, das in Berlin geheiratet hatte. (Symbolbild) - keystone

Weiter stellten sich die JGLP-Mitglieder mit grosser Mehrheit auch hinter die Volksinitiative zur Einführung der Individualbesteuerung. Diese hatte ein überparteiliches Komitee Anfang März lanciert. Die heutigen Nachteile, die Paaren durch die aufgezwungene gemeinsame Besteuerung entstünden, seien nichts anderes als diskriminierend, argumentierte die Mehrheit an der Versammlung.

Schliesslich verabschiedete die Jungpartei auch ein Positionspapier zum Thema «Moderne Lebensmodelle». Dieses umfasst etwa die Gleichbehandlung verschiedener Familienmodelle, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie eine Analyse des aktuellen AHV-Systems.

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