Im Spital Bülach: Hund legt sich zu Patienten ins Bett

Yannick Zimmermann
Yannick Zimmermann

Bülach,

Im Spital Bülach ZH darf ein Hund auf die Intensivstation. So sollen Patientinnen und Patienten Kraft und Zuversicht erhalten.

Spital Bülach
Dank Therapiehündin Oriana erhält Heinz Weber Kraft und Zuversicht. - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Labradorhündin Oriana besucht auf der Intensivstation des Spitals Bülach ZH Patienten.
  • Dadurch sollen diese Kraft und Zuversicht erhalten.
  • Die Therapiehündin kommt bei den Patientinnen und Patienten gut an.

Das Spital Bülach geht neue Wege in der Patientenbetreuung. Als eines der ersten Spitäler der Schweiz setzt die Klinik einen Therapiehund direkt auf der Intensivstation ein.

Die 14-jährige Labradorhündin Oriana besucht die Patientinnen sowie Patienten und gibt ihnen neue Kraft und Zuversicht.

Spital Bülach
Die 14-jährige Labradorhündin Oriana. - SRF

Ein Hund auf der Intensivstation ist bemerkenswert: Denn dort kämpfen Menschen um ihr Leben. Jede Infektion kann also schwerwiegende Folgen haben.

Deshalb war der Einsatz eines Tieres zunächst umstritten. «Ich habe erstmal die Bremse gezogen, als ich davon gehört habe. Weil, grundsätzlich: Tiere, Haustiere haben Keime», sagt Stefan Schöne, Leiter Pflege auf der Intensivstation, zu SRF.

Das Spital Bülach entwickelte deshalb ein umfassendes Konzept für den Hundeeinsatz. Dieses regelt unter anderem, welche Patientinnen und Patienten mit Oriana in Kontakt kommen dürfen. Oder definiert, dass sie geimpft, entwurmt und regelmässig vom Tierarzt kontrolliert werden muss.

Spital Bülach
Stefan Schöne, Leiter Pflege auf der Intensivstation, beobachtet messbare Verbesserungen bei den Kranken. - SRF

Die Reaktionen der Patientinnen und Patienten auf Oriana überzeugen das Pflegepersonal. Stefan Schöne beobachtet messbare Verbesserungen bei den Kranken: «Was wir sehen, ist Entspannung, Freude, ein Blutdruck, der sich reguliert, eine Herzfrequenz, die sich normalisiert.»

Ein Hund auf der Intensivstation: Eine gute Idee?

Heinz Weber ist von der Wirkung der Therapiehündin begeistert. Seit neun Monaten ist er im Spital Bülach. Eine Lungenembolie brachte ihn mehrmals auf die Intensivstation.

«Und dann kommt der Hund und der lenkt dich in ganz andere Bahnen. Dann denkst du einfach wieder etwas positiver», erzählt Weber bei SRF.

Und ist dankbar: «Wenn du die Gelegenheit bekommst, dass du so ein Tier auf einer Intensivstation bekommen kannst, das Wärme ausstrahlt, das zu dir ins Bett liegt und sagt, dass du nicht alleine bist, dann bringt dir das einfach unheimlich viel.»

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Kommentare

User #8973 (nicht angemeldet)

Keine gute Idee. Labrador werden überschätzt. Besser ein Büsi.

User #3667 (nicht angemeldet)

Aber ein 14-jähriger Labrador kann einem jederzeit an die Kehle springen, zubeissen und nicht mehr loslassen. Das wars dann ...

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