Die Frage, welche Erziehungsmethode für den Hund die passende ist, ist umstritten. Eine aktuelle Studie zeigt, was die Folgen einer falschen Erziehung sind.
Ein weisser Hund
Die Hundeerziehung ist anspruchsvoll. - Pexels
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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine falsche Erziehung kann Hunde lebenslang traumatisieren.
  • Erziehung durch Bestrafung kann den Hund krank machen.
  • Hunde sollten für gutes Verhalten belohnt werden.

Hunde haben als Rudeltiere eine enge Beziehung zu den Menschen. Umso schlimmer ist es, wenn die Hundebesitzer aus Unwissenheit beim Hundetraining Fehler machen und dadurch ihrem Vierbeiner schaden.

Im Hundetraining gibt es grundsätzlich zwei Erziehungsmethoden. Zum einen die Bestrafung bei Fehlern zum Beispiel durch laute Reaktionen oder durch Rucken an der Leine. Zum anderen gibt es die Methode, den Hund für gutes Verhalten positiv zu bestärken.

Forschungsstudie zum Hundetraining

Welche Methode im Hundetraining die effektivste ist, dazu haben Forscher der Universität Porto eine Studie durchgeführt. Dafür wurden 50 Hunde mit der Methode der Bestrafung trainiert und 42 Hunde mit positiver Bestärkung.

Während der Studie wurden die Hunde gefilmt und der Stresspegel anhand einer Speichelprobe bestimmt.

Hund im Wasser
Ein Hund hat Spass im Wasser. - Pexels

Hunde, die mittels Bestrafung trainiert wurden, waren deutlich gestresster. Neben dem erhöhten Stresshormon im Speichel zeigten die Hunde typisches Beschwichtigungsverhalten wie häufiges Gähnen oder das Lecken der Schnauze.

Die Hunde, die durch positive Bestärkung trainiert wurden, zeigten weniger Stressverhalten und lernten schneller.

Um die langfristigen Folgen der Erziehungsmethode zu erforschen, wurde einen Monat später ein weiteres Experiment durchgeführt. Dazu wurden zwei Schüsseln in einem Raum aufgestellt.

In der einen Schüssel befanden sich Würstchen, die andere war leer. Dann wurde die Schüssel an einem neuen Ort aufgestellt.

Hund auf Wiese
Es gibt verschiedene Methoden zur Hundeerziehung. - Unsplash

Die Hunde, die mit positiver Bestärkung trainiert wurden, näherten sich optimistisch der Schüssel in der Erwartung eine Wurst zu finden. Die durch Bestrafung trainierten Hunde waren eher pessimistisch und näherten sich der Schüssel nur langsam.

Achtung bei der Wahl der Erziehungsmethode

Auch wenn es manchmal leichter erscheint, denn Hund durch laute Geräusche, Schreie oder Leinenrucken zu erziehen – wenn Besitzer ihre Hunde durch Bestrafung erziehen, hat das langfristig Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit des Hundes.

Durch den erhöhten Stresspegel kann der Hund sogar ernsthaft krank werden, da durch das Stresshormon die Nieren, die Immunabwehr und das Herz-Kreislauf-System belastet werden.

Auf Werkzeuge und Accessoires wie Stachelhalsband oder Elektroschocker sollte auf jeden Fall verzichtet werden.

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