Auf Wanderung: Hund frisst Cannabis - Beine versagen

Simon Binz
Simon Binz

Grossbritannien,

Ein Labrador musste vom höchsten Berg Grossbritanniens gerettet werden, nachdem er offenbar weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.

Cannabis Hund
Die Labrador-Hündin Tokyo wird nach ihrem Zusammenbruch auf einer Trage vom Berg getragen. - Facebook/Christina Bluhme

Das Wichtigste in Kürze

  • Labrador-Hündin Tokyo brach beim Wandern auf dem Ben Nevis plötzlich zusammen.
  • Tierärzte vermuten, dass sie weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.
  • Die Hündin hat sich mittlerweile vollständig erholt.

Mitten auf dem Ben Nevis, dem höchsten Berg Grossbritanniens, versagen der Hündin Tokyo plötzlich die Beine. Was war passiert? Die Labrador-Hündin hatte offenbar weggeworfenes Cannabis gefressen. Doch alles der Reihe nach!

Das Lochaber Mountain Rescue Team wurde letztes Wochenende gerufen, um Tokyo zu helfen – einem normalerweise sehr fitten und aktiven Arbeitshund, wie es hiess –, nachdem sie zusammengebrochen war.

Hast du schon mal Cannabis eingenommen?

Bilder auf der Facebook-Seite der Organisation zeigen, wie der Labrador auf einer Trage in Sicherheit gebracht wird, bevor er in der Tierklinik Crown Vets in Fort William behandelt wurde.

Tokyo und ihr Frauchen Christina Bluhme waren auf halber Höhe des Ben Nevis unterwegs, als der Vorfall geschah. Laut Bluhme vermuten die Tierärzte, dass der Labrador auf dem Wanderweg weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.

Besitzerin dankt Rettungsteam

Die Hundetrainerin aus Surrey bedankte sich bei der Rettungsorganisation für deren Einsatz. Auf Facebook schrieb sie: «Ohne eure Unterstützung hätte ich Tokyo niemals sicher vom Berg herunterbringen können. In diesem Moment dachte ich wirklich, ich würde sie verlieren, und ich kann gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich für eure Freundlichkeit, Professionalität und Anteilnahme bin.«

Und weiter: «Danke, dass ihr da wart, als wir euch am meisten gebraucht haben. Wir werden das nie vergessen.» Das Lochaber Mountain Rescue Team zeigte sich derweil erfreut, dass Tokyo «vollständig genesen» sei. Man bedankte sich bei Crown Vets «für die Unterstützung» sowie bei «Tokyos Besitzerin für das Update und die Fotos».

Hund Labrado
Erschöpft, aber gerettet: Tokyo wurde ins Tal gebracht, wo sie anschliessend tierärztlich versorgt wurde. - Facebook/Christina Bluhme

Bluhme sprach nach dem Vorfall auch eine Warnung aus: «Eine kleine Erinnerung an andere Hundebesitzer: Weggeworfene Drogen und andere giftige Substanzen können manchmal auch an den schönsten Orten in der Natur gefunden werden.»

Gute Prognose bei rascher Behandlung

Laut dem Portal «PetMD» ist die Prognose bei einer Cannabis-Vergiftung bei Hunden gut bis sehr gut, sofern medizinische Hilfe geleistet wird. Eine vollständige Genesung sei innerhalb von drei Tagen zu erwarten.

Zu den häufigen Symptomen einer Cannabis-Vergiftung zählen Erbrechen, die Unfähigkeit zu stehen oder zu laufen, Wackeln beim Gehen sowie Zittern oder Krampfanfälle. Besteht der Verdacht, dass ein Hund Cannabis gefressen hat, wird geraten, umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu kontaktieren.

Labrador
Die Hündin hat sich mittlerweile vollständig erholt. - Facebook/Christina Bluhme

Zudem sollten Besitzerinnen und Besitzer nach möglichen Verpackungen suchen: Je mehr Informationen zur Art des Cannabis und zur möglichen Menge vorliegen, desto besser könne die Tierärztin oder der Tierarzt die nächsten Schritte bestimmen.

Kommentare

User #3058 (nicht angemeldet)

THC löst beim Hund wie ein Schlaganfall aus. Es sieht dann so aus, dreht sich im Kreis, ist wie weg, viele werden Agressiv, wwil sie benommen sind, werden Apatisch usw. Ich weiss das habe das mit Giftködern auf meinem Gartensitzplatt erlebt. Nachbaren haben meinen Hund mit THC vergiftet, das wurde im Blut in der Tierklinik bestätigt. Also Ja THC ist beim Hund sehr gefährlich. Mein Tierarzt hat mir gesagt, wenn wir sie nucht mit so viel liebe erzogen hätten, hätte sie und in ihrem Rausch verbissen. Da THC durch diese unsicherheit Benommenheit das auslöst. Due Frau hatte glück hat der Hund nicht zu viel bekommen

User #1209 (nicht angemeldet)

Die LD50 von THC bei Hunden liegt bei etwa 3 g/Kg Körpergewicht. Ein geschätzt 30 Kg schwerer Labrador müsste also um in Lebensgefahr zu geraten 90 g reines THC aufnehmen, was etwa 450g potentem Cannabis entspricht und einen konservativ geschätzten Marktwert von rund 3000 € hätte. Dass derart große Mengen irgendwo am Ben Nevis einfach so weggeworfen herumliegen scheint wenig plausibel. ...

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