Auf Wanderung: Hund frisst Cannabis - Beine versagen
Ein Labrador musste vom höchsten Berg Grossbritanniens gerettet werden, nachdem er offenbar weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.

Das Wichtigste in Kürze
- Labrador-Hündin Tokyo brach beim Wandern auf dem Ben Nevis plötzlich zusammen.
- Tierärzte vermuten, dass sie weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.
- Die Hündin hat sich mittlerweile vollständig erholt.
Mitten auf dem Ben Nevis, dem höchsten Berg Grossbritanniens, versagen der Hündin Tokyo plötzlich die Beine. Was war passiert? Die Labrador-Hündin hatte offenbar weggeworfenes Cannabis gefressen. Doch alles der Reihe nach!
Das Lochaber Mountain Rescue Team wurde letztes Wochenende gerufen, um Tokyo zu helfen – einem normalerweise sehr fitten und aktiven Arbeitshund, wie es hiess –, nachdem sie zusammengebrochen war.
Bilder auf der Facebook-Seite der Organisation zeigen, wie der Labrador auf einer Trage in Sicherheit gebracht wird, bevor er in der Tierklinik Crown Vets in Fort William behandelt wurde.
Tokyo und ihr Frauchen Christina Bluhme waren auf halber Höhe des Ben Nevis unterwegs, als der Vorfall geschah. Laut Bluhme vermuten die Tierärzte, dass der Labrador auf dem Wanderweg weggeworfenes Cannabis gefressen hatte.
Besitzerin dankt Rettungsteam
Die Hundetrainerin aus Surrey bedankte sich bei der Rettungsorganisation für deren Einsatz. Auf Facebook schrieb sie: «Ohne eure Unterstützung hätte ich Tokyo niemals sicher vom Berg herunterbringen können. In diesem Moment dachte ich wirklich, ich würde sie verlieren, und ich kann gar nicht ausdrücken, wie dankbar ich für eure Freundlichkeit, Professionalität und Anteilnahme bin.«
Und weiter: «Danke, dass ihr da wart, als wir euch am meisten gebraucht haben. Wir werden das nie vergessen.» Das Lochaber Mountain Rescue Team zeigte sich derweil erfreut, dass Tokyo «vollständig genesen» sei. Man bedankte sich bei Crown Vets «für die Unterstützung» sowie bei «Tokyos Besitzerin für das Update und die Fotos».

Bluhme sprach nach dem Vorfall auch eine Warnung aus: «Eine kleine Erinnerung an andere Hundebesitzer: Weggeworfene Drogen und andere giftige Substanzen können manchmal auch an den schönsten Orten in der Natur gefunden werden.»
Gute Prognose bei rascher Behandlung
Laut dem Portal «PetMD» ist die Prognose bei einer Cannabis-Vergiftung bei Hunden gut bis sehr gut, sofern medizinische Hilfe geleistet wird. Eine vollständige Genesung sei innerhalb von drei Tagen zu erwarten.
Zu den häufigen Symptomen einer Cannabis-Vergiftung zählen Erbrechen, die Unfähigkeit zu stehen oder zu laufen, Wackeln beim Gehen sowie Zittern oder Krampfanfälle. Besteht der Verdacht, dass ein Hund Cannabis gefressen hat, wird geraten, umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu kontaktieren.

Zudem sollten Besitzerinnen und Besitzer nach möglichen Verpackungen suchen: Je mehr Informationen zur Art des Cannabis und zur möglichen Menge vorliegen, desto besser könne die Tierärztin oder der Tierarzt die nächsten Schritte bestimmen.
















